01.07.2026, 11:00 Uhr
updateAktualisiert: 01.07.2026, 12:58 Uhr
Julia Stephan
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Sie wollten die deutsche Sprache einfacher machen, aber es wurde kompliziert: Heute vor genau dreissig Jahren unterschrieben die deutschsprachigen Länder eine Absichtserklärung zur Neuregelung der deutschen Rechtschreibung. Der Kulturkampf, der sich an der Frage entzündete, was denn nun korrektes Deutsch sei, war beispiellos: Literaturpapst Marcel Reich-Ranicki sprach von einer «Katastrophe». Hunderte Intellektuelle, darunter Elfriede Jelinek, Günther Grass oder Loriot, wandten sich in der sogenannten «Frankfurter Erklärung» in einem geschalteten Inserat in der «FAZ» an die Öffentlichkeit, um gegen Geldverschwendung und den Imageschaden für das Ansehen der deutschen Sprache und ihrer Literatur zu kämpfen.
