Uno sieht Anhaltspunkte für Klimawandel

KLIMA ⋅ Die letzten vier Jahre waren nach Uno-Angaben die heissesten seit Beginn weltweiter Wetteraufzeichnungen. Experten sehen darin einen Beleg für den Klimawandel.

07. Februar 2019, 03:08

In einer am Mittwoch veröffentlichten Analyse bestätigte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ihren vorläufigen Bericht vom November und sprach von einem "klaren Zeichen für den anhaltenden langfristigen Klimawandel".

Demnach war 2018 das viertwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen mit einer Durchschnittstemperatur von einem Grad Celsius über dem Schnitt des vorindustriellen Zeitalters (1850 bis 1900).

Die 20 heissesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen wurden allesamt in den vergangenen 22 Jahren gemessen, bekräftigte die WMO. "Der langfristige Temperaturtrend ist viel wichtiger als die Rangliste individueller Jahre, und dieser Trend zeigt nach oben", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas. "Das Ausmass der Erwärmung während der vergangenen vier Jahre war ausserordentlich, sowohl an Land, als auch im Ozean."

Die WMO erklärte, die erhöhten Temperaturen trügen zu extremen Wetterereignissen wie Hurrikanen, Dürren und Überschwemmungen bei. "Die Extremwetterereignisse entsprechen dem, was wir von einem sich verändernden Klima erwarten. Das ist die Realität, der wir uns stellen müssen", sagte Taalas.

2019 verspreche ähnlich warm wie 2018 zu werden, teilte die Uno-Sonderorganisation mit Verweis auf Rekordtemperaturen in Australien im Januar mit. (sda/afp)


Login