Papst beendet Afrikareise auf Mauritius

PAPST IN AFRIKA ⋅ Zum Abschluss seiner Afrikareise hat Papst Franziskus bei einem eintägigen Kurzbesuch auf Mauritius erneut vor sozialer Ausgrenzung und einer Selbstgefälligkeit der Kirche gewarnt.

09. September 2019, 12:07

Bei einer Messe zu Ehren des Insel-Missionars Jacques-Désiré Laval mahnte er, nicht den missionarischen Eifer zu verlieren und vor allem auch verstärkt auf die Jugend zuzugehen. Trotz des wirtschaftlichen Wachstums in dem Inselstaat litten gerade die jungen Menschen am meisten, da vor allem sie von der Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Vor zehntausenden Gläubigen mit Palmwedeln und Vatikan-Fähnchen in den Händen betonte Franziskus am Fusse eines Berges: "Diese ungewisse Zukunft wirft sie aus der Bahn und zwingt sie zu einer Randexistenz; so sind sie verwundbar und fast ohne Halt angesichts der neuen Formen der Sklaverei dieses 21. Jahrhunderts."

Es bestehe zudem Gefahr, dass die Kirche in weltlichen Sicherheiten Zuflucht suche, die die Mission abhängig, schwerfällig und unfähig zur Ansprache der Menschen mache, mahnte Franziskus. Auf der Insel sind die Katholiken die zweitgrösste Glaubensgemeinschaft. Unter den Versammelten waren nach Angaben des Vatikans auch Menschen von den Nachbar-Inseln Seychellen und Réunion.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche war am Morgen aus Madagaskar kommend in dem Inselstaat eingetroffen. Das östlich von Afrika im Indischen Ozean gelegene Ferienparadies ist die letzte Etappe seiner jüngsten Reise durch Südostafrika, die er in Mosambik begonnen hatte. Franziskus wollte nach Treffen mit Vertretern der Gesellschaft am Abend nach Madagaskar zurückfliegen. Am Dienstag reist er zurück nach Rom. (sda/dpa)


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