Gouverneur in Peru nach Protesten verurteilt

PERU ⋅ Wegen gewalttätiger Proteste gegen ein Bergbauprojekt im Süden von Peru ist der indigene Gouverneur der Provinz Puno zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Walter Aduviri müsse als Mitverantwortlicher für sechs Jahre ins Gefängnis, urteilte ein Gericht am Mittwoch.

15. August 2019, 03:44

Aduviri wurde zur Fahndung ausgeschrieben. 2011 hatten die Indigenen der Region gegen eine Silbermine des kanadischen Unternehmens Bear Creek protestiert. Die Demonstranten steckten Gebäude in Brand und blockierten die beiden wichtigsten Landstrassen Richtung Bolivien.

Aduviri hatte Anfang des Jahres sein Amt als Gouverneur von Puno angetreten. In einem Interview der Zeitung "El Comercio" wies er die Verantwortung für die Plünderungen und Brandstiftungen bei den Protesten zurück. Die Gewalttaten seien von Geheimdienstagenten im Auftrag des damaligen Präsidenten Alan García verübt worden, um die Gegner des Bergbauprojekts zu diskreditieren, sagte er. (sda/dpa)


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