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Schubert, As-Dur Messe - Collegium Musicum

Das Collegium Musicum und die Bodenseephilharmonie am 31. Oktober und 1. November in St.Gallen und Schaffhausen.

Franz Schubert, Messe Nr. 5 in As-Dur, D678
Ludwig van Beethoven, Symphonie Nr. 4 op. 60


Schubert schrieb seine Messe in As-Dur ohne Auftrag und ohne die damit verbundene Gewissheit, das Werk jemals zu hören. Sie ist das Werk, mit dem sich der Komponist am längsten beschäftigte. Er strebte nach «dem Höchsten in der Kunst» und beabsichtigte aber auch, mit der Vorlage des Werkes bei Hof eine Stelle zu erhalten. Dies misslang, denn die Messe war nicht «in dem Styl komponiert, den der Kaiser liebt». Die Messe ist ein Werk von grossem Facettenreichtum und kompositorisch aufwendig ausgearbeitet: Kühne Harmonik findet sich allen Teilen des Ordinarium Missae. Auch die Fuge am Ende des Gloria «cum Santo spiritu» bewegt sich in weit voneinander entfernten harmonischen Regionen, das Sanctus beginnt gleichermassen mit einem harmonischen Schock: Das Orchester beginnt in F-Dur, der Chor setzt kurz danach in fis-Moll ein. Wird hier das Erschauern vor dem göttlichen Mysterium gleichsam lautmalerisch dargestellt?

Peter Gülke bezeichnet die Messe in As-Dur als die «in jedem Sinn grösste und persönlichste Messkomposition» Schuberts.

Zu Beginn des Konzertes erklingt Beethovens Symphonie Nr. 4 in B-Dur. Sie beginnt mit einer fast schon als düster zu bezeichnenden langsamen Einleitung, in der man nicht zu wissen scheint, wo denn die Reise hingeht. Der schnelle Teil des ersten Satzes bricht ungestüm hervor und es entspinnt sich eine Musik von unbeschwertem Charakter, wie man sie selten bei Beethoven vorfindet. Nun, sie entstand in der Zeit, in der Beethoven sich in einem Hochgefühl der Liebe befand. Robert Schumann bezeichnete die 4. Symphonie als die «romantischste» unter den Symphonien Beethovens und bezeichnete sie als «griechisch schlanke Maid zwischen zwei Nordlandriesen.» (Er meint damit die dritte und die fünfte Symphonie des Komponisten.)

Mitwirkende
• Chor des Collegium Musicum Ostschweiz
• Bodeseephilharmonie
• Isabel Weller, Sopran
• Henriette Gödde, Alt
• Philipp Niklaus, Tenor
• Clemens Morgenthaler, Bass
• Eckart Manke, Dirigent

Weitere Infos finden Sie hier --> Collegium Musicum

Aufführungsorte
• Samstag, 31. Oktober 2026, 19 Uhr, Tonhalle St.Gallen
• Sonntag, 1. November 2026, 17 Uhr, Stadtkirche St.Johann Schaffhausen

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