Bonussekunden für von Siebenthal

LANGLAUF ⋅ Nathalie von Siebenthal, der Schweizer Trumpf der Frauen mit Blick auf das Gesamtklassement der Tour de Ski, hat beim Sprint im Val Müstair überraschend acht Bonussekunden eingestrichen.

Aktualisiert: 
01.01.2019, 16:39
01. Januar 2019, 14:20

Die Berner Oberländerin stiess in die Viertelfinals vor.Die 25-Jährige belegt im Zwischenklassement mit 1:53 Minuten den 15. Zwischenrang. Die Hoffnungen sind berechtigt, dass Von Siebenthal ihre bislang zwei 8. Ränge an der Tour de Ski beim Anstieg zur Alpe Cermis unterbietet. Die Führung übernahm die Amerikanerin Jessica Diggins, eine Sekunde vor der Norwegerin Ingvild Flugstad Östberg. Die beiden Läuferinnen waren im Final gegen die Tagessiegerin Stina Nilsson chancenlos. Die Schwedin, die 60 Bonussekunden einstrich, dürfte das Etappenrennen aber nicht zu Ende laufen.

Die Kamelbuckel, die als Attraktion in die eh schon happige Sprint-Strecke eingebaut wurden, warfen ausgerechnet Nadine Fähndrich ab. Die Luzernerin verlor nach einem Verschneider zwischen den Wellen das Gleichgewicht. Fähndrich war mit hohen Ambitionen in dieses Rennen gestiegen und hatte dies mit einem 3. Rang in der Qualifikation untermauert. "Ich bin selber schuld", sagte sie. Man spürte, dass sie das frühe Out nicht einfach als Zwischenfall abhaken konnte. Die Enttäuschung sass tief.

Auch die zweifache Weltcupsiegerin Laurien van der Graaff erwischte einen schlechten Start ins Jahr 2019. Sie kam in ihrem Viertelfinal, den sie zusammen mit Von Siebenthal bestritt, gleich zweimal zu Fall - beide Male selbst verschuldet. Im happigen Anstieg blieb sie mit einem Ski hängen, in der Zielkurve wählte sie die Innenbahn und hatte zumindest eine kleine Mitschuld am Sturz von Heidi Weng, die sie dann mit zu Boden riss. Die Profiteurin hiess Von Siebenthal, die als Vierte einlief.

Die Leaderin Natalia Neprjajewa schied etwas überraschend in den Viertelfinals aus. Die Russin, die in Toblach über 10 km Skating ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte, gilt als Allrounderin. Ihr zuvor bestes Resultat war der 4. Rang von vor etwas mehr als zwei Wochen im Sprint von Davos gewesen. Neprjajewa ist nun vor dem Massenstart und der Verfolgung in Oberstdorf mit 15 Sekunden Rückstand Dritte. (sda)


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