Jenny fährt wieder aufs Podest

SNOWBOARD ⋅ Zweiter Wettkampftag, zweites Podium für Alpin-Snowboarderin Ladina Jenny. 24 Stunden nach ihrem 3. Platz im Parallel-Slalom doppelt die 26-Jährige als Zweite im Riesenslalom von Bannoje nach.

Aktualisiert: 
08.12.2019, 13:00
08. Dezember 2019, 10:08

Es ist nicht lange her, seit Ladina Jenny die vergangene Saison mit gemischten Gefühlen ad acta legte. "Unter Wert" sei sie geschlagen worden, betonte die 26-jährige Alpin-Snowboarderin trotz ihrer WM-Bronzemedaille im Parallel-Riesenslalom vom Februar. Was sie damit meinte, zeigte die Glarnerin am ersten Weltcup-Wochenende der neuen Saison im russischen Bannoje eindrücklich: Nach dem 3. Rang im Parallelslalom vom Samstag doppelte sie am Sonntag mit Platz 2 im Riesenslalom nach.

Als Neunte der Qualifikation hatte Jenny auf dem Weg in ihren dritten Weltcup-Endlauf kein einfaches Los. Im Viertelfinal stand ihr mit Selina Jörg die Qualifikationsschnellste gegenüber, danach wurde sie im Halbfinal von der 46-jährigen österreichischen Altmeisterin Claudia Riegler forderte. Nur die Deutsche Ramona Hofmeister verhinderte letztlich den ersten Weltcupsieg der Schweizerin. Bannoje, das auf diese Saison hin neu in den Weltcup-Kalender der Alpin-Snowboarder aufgenommen worden ist, bekommt in Jennys Karriere einen speziellen Platz. Noch nie war sie erfolgreicher in eine Saison gestartet als heuer in der Republik Baschkortostan.

Die vergangene Saison "missriet" Jenny etwas aufgrund des durchzogenen Saisonstarts. Sie habe sich in der Folge zu stark unter Druck gesetzt und dadurch die Lockerheit verloren, begründete sie gegenüber der "Südostschweiz". Mit dem Resümee der letzten Saison lag Jenny richtig, zur Erfüllung ihrer Prognose für den eben erst begonnenen Weltcup fehlt ihr noch ein weiterer Schritt. "Es wäre auch langsam Zeit für einen Weltcupsieg", meinte sie vor dem Auftakt in Bannoje.

Für Jennys Zimmerkollegin Julie Zogg, die Siegerin des Vortages im Parallel-Slalom, und für Olympiasiegerin Patrizia Kummer endete der Arbeitstag im Parallel-Riesenslalom in den Viertelfinals. Zogg scheiterte wie nach ihr Jenny an der Siegerin Hofmeister, Kummer blieb knapp hinter Riegler zurück, die das Rennen als Dritte beendete. (sda)


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