Corinne Suter holt WM-Bronze im Super-G

SKI ALPIN ⋅ Gleich im ersten Rennen der alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Are gibt es die erste Medaille für die Schweiz. Die Schwyzerin Corinne Suter sichert sich Bronze im Super-G.

Aktualisiert: 
05.02.2019, 15:18
05. Februar 2019, 13:53

Geschlagen wurde Corinne Suter in einem wahren Hundertstel-Krimi einzig von der Amerikanerin Mikaela Shiffrin und der Italienerin Sofia Goggia. Im Weltcup war Corinne Suter ein Podestplatz immer versagt geblieben, dreimal war sie schon Vierte einer Abfahrt. In Cortina hatte sie den 3. Platz eine einzige Hundertstelsekunde verpasst.

Doch nun in Schweden wurde die 24-jährige Innerschweizerin belohnt. Wenig fehlte, und es hätte gar zu Gold gereicht. Auf die siegreiche Mikaela Shiffrin, die nach drei WM-Titeln im Slalom erstmals in einer Speed-Disziplin triumphierte, verlor Suter nur 5 Hundertstel. Und die zweitplatzierte Sofia Goggia, die im vergangenen März auf derselben Piste in Are beim Weltcup-Finale gewonnen hatte, war lediglich um drei Hundertstel schneller.

Knapp wie noch nie

Im Kampf um die Sekundenbruchteile gab es aber auch viele Verliererinnen. Wegen starkem Wind wurde auf einer verkürzten Strecke vom Reserve-Start gefahren. Dies sorgte für den bisher kürzesten Super-G an einer WM mit den knappsten Abständen. Nur zwei Hundertstel hinter Corinne Suter wurde die Deutsche Viktoria Rebensburg Vierte. Und der Slowenin Ilka Stuhec reichte es mit lediglich 0,26 Sekunden Rückstand gerademal auf Platz 8.

Lara Gut-Behrami, die eine solide Fahrt zeigte und vor dem Rennen als aussichtsreichster Schweizer Trumpf galt, belegte mit 48 Hundertsteln Rückstand Platz 9. Wendy Holdener musste sich mit Rang 14 bescheiden. Jasmine Flury schied mit einem Torfehler ebenso aus wie die Liechtensteinerin Tina Weirather.

Vonn stürzt - Shiffrin jubelt

Lindsey Vonn, die 2009 in Val d'Isère für die USA den bisher einzigen WM-Titel im Super-G der Frauen eingefahren hatte und nach Are ihre Karriere beenden wird, stürzte. Glücklicherweise blieb sie dabei - von leichten Prellungen abgesehen - unverletzt.

Jubeln durfte dafür ihre Teamkollegin Mikaela Shiffrin, die erstmals als Speedfahrerin an einem Grossanlass antrat. Auch im Weltcup ist die 23-jährige erst 11 Mal im Super-G gestartet, aber seit diesem Winter fährt sie auch in dieser Disziplin erstklassig. Dreimal ist sie in dieser Saison angetreten, dreimal hat sie gewonnen. In Are gesellte sich zudem auch noch ein wenig Glück hinzu. Beinahe hätte sie auf ihrer Gold-Fahrt ein Tor verpasst, doch auch mit diesem Patzer reichte es noch zu ihrer nunmehr schon sechsten Goldmedaille an Grossanlässen. (sda)


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