Weger nach sechs Fehlschüssen weit zurück

BIATHLON ⋅ Der Einzel-Wettkampf an der WM in Östersund missrät dem Schweizer Biathleten Benjamin Weger mit Platz 44 gründlich. Arnd Peiffer gewinnt überlegen.

Aktualisiert: 
13.03.2019, 19:21
13. März 2019, 17:54

Bei anspruchsvollen Verhältnissen mit starkem Wind leistete sich Weger gleich sechs Schiessfehler. Mit den sechs Strafminuten reichte es Weger nach zwei Top-Ten-Plätzen nicht einmal zu Weltcup-Punkten (Top 40).

Bester Swiss-Ski-Athlet war Jeremy Finello. Mit drei Fehlschüssen klassierte sich der französisch-schweizerische Doppelbürger auf dem 24. Platz. Besser war er im Weltcup in dieser Saison nur zweimal. Mit sieben respektive neun Strafminuten schafften es Martin Jäger und Mario Dolder nicht in die ersten 70.

So richtig erklären konnte sich Weger den Einbruch im Schiessstand nicht. "Die Bedingungen waren schwierig", sagte er. "Aber ich wollte das Beste aus der Situation machen. Auch nach dem missglückten Auftakt." Der beste Schweizer Biathlet schoss in den ersten beiden Schiesseinlagen - liegend, stehend, liegend - je zwei Fehler, ehe er zum Abschluss noch einmal alle Scheiben abräumte. Damit war jede Aussicht auf ein einigermassen gutes Resultat natürlich illusorisch. "Wahrscheinlich war es einfach ein schlechter Tag." In der Loipe habe er sich dagegen sehr gut gefühlt. Die 13. Laufzeit bestätigt diese Einschätzung.

Peiffers perfekter Auftritt

Dass trotz der anspruchsvollen Bedingungen Top-Schiessresultate möglich waren, stellten andere unter Beweis. Allen voran der Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer. Der 31-Jährige aus Niedersachsen sicherte den deutschen Männern den ersten Titel an der diesjährigen WM. Er blieb als einer von nur zwei Startern im Schiessstand fehlerfrei und gewann so überlegen mit über einer Minute Vorsprung auf den überraschenden Bulgaren Vladimir Iliev. Bronze ging an den Norweger Tarjej Bö. Iliev und Bö hatten wie der viertplatzierte Schwede Sebastian Samuelsson je einen Fehlschuss zu verzeichnen. Für Peiffer ist es der fünfte WM-Titel, nach dem Sprint 2011 der zweite in einem Solo-Wettkampf.

Tarjejs jüngerer Bruder Johannes Thingnes Bö verpasste die Medaillen für einmal deutlich. Der bereits als Sieger des Gesamt-Weltcups feststehende Norweger liess drei Scheiben stehen und landete lediglich im 9. Rang. Noch schlechter lief es dem einstigen Dominator Martin Fourcade mit Platz 19.

Nachdem er bisher alle Rennen bestritten hatte, gönnt sich Benjamin Weger nun eine Pause. Im Single-Mixed-Wettkampf treten für die Schweiz die beiden Bündner Serafin Wiestner und Aita Gasparin an. Am Wochenende stehen mit den Staffeln am Samstag und dem Wettkampf im Massenstart am Sonntag nochmals zwei Höhepunkte bevor. Zu den besten 30, die am Sonntag nochmals starten dürfen, gehört dank seines guten Rennens am Donnerstag auch Finello. (sda)


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