Sagan baut Rekord aus - Küng bleibt in Gelb

TOUR DE SUISSE ⋅ Peter Sagan gewinnt in Frauenfeld die 2. Etappe der Tour de Suisse und baut seinen Rekord an Etappensiegen an der Schweizer Rundfahrt aus. Das Leadertrikot bleibt auf den Schultern von Stefan Küng.

Aktualisiert: 
10.06.2018, 18:42
10. Juni 2018, 17:41

Peter Sagan hat bereits bei erstbester Gelegenheit wieder zugeschlagen: Der dreifache Strassen-Weltmeister aus der Slowakei liess der Konkurrenz bei der ersten Sprintankunft an der diesjährigen Tour de Suisse keine Chance. Aus dem Windschatten des Kolumbianers Fernando Gaviria, im Vorjahr vierfacher Etappengewinner im Giro d'Italia, spurtete Sagan zu seinem 16. Tagessieg im Rahmen der Tour de Suisse.

Sagan am nächsten kommen drei Legenden des Schweizer Radsports: Ferdy Kübler, Hugo Koblet und Fabian Cancellara haben es allesamt auf elf Etappensiege gebracht.

Küng behält Gelb

An der Spitze des Gesamtklassements gab es keine Veränderung. Stefan Küng verteidigte das gelbe Leadertrikot erfolgreich. Der Thurgauer, der am Samstag beim Auftaktsieg seines Teams BMC im Mannschaftszeitfahren als erster über die Ziellinie gefahren war, behielt im nervösen Etappenfinale die Übersicht und erreichte das Ziel mit dem Feld.

Weil er sich unterwegs in einem Sprint zusätzliche Bonifikationen gesichert hatte, führt Küng die Gesamtwertung nun drei Sekunden vor seinen Teamkollegen Greg van Avermaet, Richie Porte und Tejay van Garderen an. Dahinter folgt Sagan mit 20 Sekunden Rückstand.

Offensive Schweizer

Zu den Animateuren des Tages gehörten auch zwei Schweizer. Nachdem sich kurz nach dem Start drei Fahrer vom Feld abgesetzt hatten, schloss Michael Albasini rund 60 km vor dem Ziel innert kürzester Zeit zu diesem Trio auf. Doch auf der letzten von vier zu absolvierenden Runden à 39 km wurde der formstarke Thurgauer zusammen mit den anderen Fluchtgefährten wieder eingeholt.

Im Etappenfinale zeigte sich mit Silvan Dillier ein weiterer einheimischer Fahrer ganz vorne präsent. Der Schweizer Strassen-Meister ging 12 km vor Schluss in die Offensive und konnte sich mit sechs anderen Fahrern absetzen, ehe es rund 5 km vor dem Ziel wieder zum Zusammenschluss kam. Die nächste Chance erhält Dillier bereits am Montag, wenn die 3. Etappe in Gansingen unweit seiner Heimat zu Ende geht. (sda)


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