Buemi geht in Mexiko die Energie aus

FORMEL E ⋅ Sébastien Buemi gehört beim vierten Lauf der Formel-E-Meisterschaft in Mexiko City erneut zu den Geschlagenen. In einem dramatischen Finale geht dem Waadtländer die Energie aus.

17. Februar 2019, 01:17

Der E-Prix in Mexiko war an Dramatik kaum zu überbieten. Nach einem spektakulären Auffahr-Unfall des Brasilianers Nelson Piquet jr. musste das Rennen bereits in der 3. Runde für rund eine halbe Stunde unterbrochen werden. Nach dem Neustart fand sich Buemi auf Position 4 wieder. Der Schweizer musste sich in der Folge gegen die Angriffe des Portugiesen Antonio Felix Da Costa wehren - und er tat dies mit Erfolg. Der Sieger des ersten Saisonrennens in Saudi-Arabien kam trotz zahlreichen Versuchen nicht an Buemi vorbei.

Als sich Buemi in der Schlussphase seinem Nissan-Teamkollegen Oliver Rowland näherte, lag der erster Podestplatz der Saison für den Formel-E-Champions von 2016 in der Luft. Doch sowohl Buemi wie auch der Brite Rowland riskierten zu viel und verspekulierten sich mit dem Energie-Management. Das Resultat: Beide Nissan-Autos blieben in der vorletzten Runde stehen.

Di Grassi schnappt Wehrlein den Sieg weg

Ein bitteres Ende nahm das Rennen auch für Pascal Wehrlein. Der Deutsche, der 2017 für Sauber in der Formel 1 gefahren war, steuerte in seinem dritten Formel-E-Rennen einem Start-Ziel-Sieg entgegen, bis auch ihm in der letzten Kurve die Energie ausging. Wehrlein musste Lucas di Grassi kurz vor dem Zielstrich noch vorbeiziehen lassen. Weil Wehrlein in einer Schikane abkürzte und dafür eine Zeitstrafe von fünf Sekunden kassierte, fiel er sogar noch auf Platz 6 zurück.

Von der Rückversetzung von Wehrlein profitierte auch der italienisch-schweizerische Doppelbürger Edoardo Mortara. Der in Genf geborene und mit einer Schweizer Lizenz ausgestattete Fahrer klassierte sich hinter Da Costa als Dritter. Neuer Führender in der Gesamtwertung der Formel E ist der Belgier Jérôme D’Ambrosio, der in Mexiko Vierter wurde. (sda)


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