Ärgerliches Achtelfinal-Out für Heinzer

FECHTEN ⋅ Max Heinzer scheidet beim ersten Degen-Weltcup des Jahres in Heidenheim als bester Schweizer in den Achtelfinals aus und klassiert sich im 10. Rang.

11. Januar 2019, 18:18

Der 30-jährige Schwyzer scheiterte in der Verlängerung mit 11:12 am erst 17-jährigen Italiener Davide Di Veroli, der im Vorjahr Gold an Olympischen Jugendspielen in Buenos Aires geholt hatte.

Heinzers Out hatte einen fahlen Beigeschmack. Gemäss einer auf das Jahr 2019 eingeführten Regeländerung, hätte das Skore anders verlaufen müssen. Denn Di Veroli profitierte von einem nicht geahndeten Passivitäts-Verhalten, das seit 2019 bestraft werden muss.

Der Italiener hätte als zurückliegender Fechter nach bereits zwei Strafpunkten innerhalb von 60 Sekunden einen Treffer setzen müssen. Er benötigte für seinen Punkt indes 63 Sekunden. Dies blieb vom Schiedsrichter unbemerkt, auch Angehörige der Schweizer Delegation realisierten es erst in der nachträglichen Video-Aufzeichnung.

Die automatische Blockade der Fechtapparate in den entsprechenden Fällen wird laut dem Weltverband FIE erst auf die Junioren-WM hin im April und auf Beginn der Olympia-Qualifikation eingeführt - aktuell liegt die entsprechende Kontrolle und Aufsicht beim Schiedsrichter, der indes gleichzeitig noch auf andere Dinge achten soll.

"Ich hatte mich schon gezielt defensiv für diese neue Regel verhalten. Doch die Zeit für zurückliegende Treffer kann ich selbst nicht auch noch im Griff haben, beziehungsweise diese Sekunden auf der Planche mitzählen", betonte Heinzer.

Statt dem dritten Straftreffer innerhalb des Gefechts und einer 12:9-Führung für Heinzer verkürzte Di Veroli auf 10:11 30 Sekunden vor Ende. Der Junior erzwang kurz darauf mit einem weiteren Treffer prompt die Zusatzminute. "Klar hätte ich meinen Vorsprung auch besser verwalten können, aber ein bitterer Nachgeschmack bleibt", sagte der zehnfache Einzel-Weltcupgewinner Heinzer. (sda)


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