Zug 94 gegen GC U21 2:4: Die Zuger spielen nach dem 2:2 viel zu ungestüm

REGIO-SPORT ⋅ Die Erstligisten Zug 94 und GC U21 liefern sich einen attraktiven Schlagabtausch. Am Ende jubeln die Gäste aus Zürich.

09. März 2019, 21:01

Martin Mühlebach

Sowohl Zug 94 als auch GC U21 waren vorerst darauf bedacht, defensiv sicher zu agieren. Als der Zuger Trainer Ergün Dogru seine Mannen nach rund zehn Spielminuten lautstark aufforderte, den Gegner früher zu attackieren und unter Druck zu setzen, nahm die Partie Fahrt auf. In der 14. Minute luchste der Zuger Stürmer Le Bigonsan seinem Kontrahenten auf der linken Aussenbahn den Ball ab, ehe er zu einem unwiderstehlichen Tempolauf ansetzte und den völlig freistehenden Clirim Shabani bediente, der die Platzherren 1:0 in Führung schoss.

Die Zürcher, die während der ersten Halbzeit die etwas feinere Klinge führten, liessen sich von diesem Tor nicht aus dem Konzept bringe. In der 21. Minute erzielte Fabio Fehr den 1:1-Ausgleich und nur neun Minuten später schoss Mergim Bajrami die Gäste mittels Foulpenalty 2:1 in Front. Julian Wüest, der den Strafstoss verschuldet hatte, gestand hinterher: «Ich wollte die Situation klären, aber ich kam zu spät.» Die Zuger vermochten bis zur Halbzeitpause noch einige brenzlige Situationen zu überstehen, die sie mit vereinten Kräften zu entschärfen vermochten.

GC setzt erfolgreiche Konterangriffe

Nach dem Wiederanpfiff rissen die Zuger das Spieldiktat resolut an sich. Die Zürcher bekundeten vor allem grosse Mühe, den wirbligen, schnellen Le Bigonsan an die Kette zu legen. In der 56. Minute mussten sie ihn im Strafraum zu Fall bringen, um einen Verlusttreffer verhindern zu können. Dem Schiedsrichter Marijan Drmic blieb keine andere Wahl, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Le Bigonsan, soeben gefoult, behielt die Nerven. Er versenkte den Strafstoss zum erneuten Ausgleich. Doch die Zuger waren damit noch nicht zufrieden. Sie setzten die Abwehr der Zürcher weiterhin unentwegt unter Druck. Doch ausser eines Pfostenschusses von Le Bigonsan (63.) schaute nichts Nennenswertes heraus.

Auch noch Pfostenschuss zu beklagen

In den letzten 20 Spielminuten entbrannte ein offener Schlagabtausch. Es war offensichtlich, dass sich beide Teams mit dem Unentschieden nicht zufriedengeben wollten. Während die Platzherren ihre Defensivarbeit beinahe einstellten und wie wild nach vorne stürmten, behielten die Gäste einen kühlen Kopf. Sie verlegten sich auf schnell vorgetragene Konterangriffe, die Fabio Fehr mit dem 3:2 (78.) und Miralem Amzi (90.) erfolgreich abschlossen und GC U21 zu einem 4:2-Sieg über Zug 94 verhalfen.

Der Zuger Trainer Ergün Dogru meinte nach dem Abfiff: «GC war in der ersten Halbzeit besser als wir. Im zweiten Durchgang gaben wir den Ton an. Beim Stande von 2:2 hatten wir einen Pfostenschuss zu beklagen. Wenn der Ball im Tor gelandet wäre, hätten wir das Spiel wahrscheinlich zu unseren Gunsten zu entscheiden vermögen.»

Dogru wird seiner Elf in der Spielanalyse bestimmt einige Defizite aufzeigen. Er sagt nämlich: «Beim ersten und dritten Gegentor steckte meine Mannschaft in einem Kollektivschlaf. Und nach dem 2:2-Ausgleich verpassten wir es, das Spiel für einige Minuten zu beruhigen.»


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