Wolfenschiessens Korbballerinnen  schaffen Unerwartetes

REGIO-SPORT ⋅ An der Innerschweizer 1.-Liga-Meisterschaft verteidigt der STV Wolfenschiessen den Meistertitel erfolgreich. Dies, obwohl im Vorfeld dieser Meisterschaft niemand so recht an diesen Effort glaubte.

03. Februar 2019, 22:25

Ruedi Vollenwyder

«Dieser erneute Innerschweizer Hallenmeistertitel kommt für uns recht unerwartet», sinnierte Wolfenschiessen-Captain Gisela Strässle nach der erfolgreichen Titelverteidigung. Denn die Voraussetzungen vor diesem Turnier waren alles andere als optimal. Das sonst schon schmale Kader wurde durch die verletzungsbedingten Ausfälle von Trainerin Astrid Kaeser und Lydia Strässle personell und qualitativ noch mehr geschwächt. «Wenn mir jemand vor dem Startspiel diesen dritten Titel in Serie angeboten hätte, dann wäre der Kugelschreiber sofort zur Hand gewesen», bemerkt Gisela Strässle mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Dieser Erfolg ist um so bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Wolfenschiessen nach der Verletzung von Astrid Kaeser ohne Trainerin auskommen musste. «Wir Spielerinnen organisieren uns, was die Trainingseinheiten angeht, jeweils spontan selber. Diese Handhabe hat auch eine gute Seite, müssen sich meine Kolleginnen jeweils auch Gedanken dazu machen, wie die Trainingslektionen aussehen sollen», findet die Spielführerin einen wichtigen Grund, um auch das Teamgefüge zu kitten.

Mit der Unsicherheit der widrigen Startumstände im Rücken hat sich Wolfenschiessen, das in der Sommermeisterschaft den Aufstieg in die NLA schaffte, eine gewisse Lockerheit zugelegt. Und den Nidwaldnerinnen wurde erst bewusst, dass auch diesmal ein guter Rang drinliegt, «als wir vor der letzten Spielrunde die Tabelle richtig angeschaut haben», wie die 30-jährige Gisela Strässle süffisant bemerkte. Die gute Ausgangslage wurde von Wolfenschiessen vollauf genützt. Im Direktduell gegen Menznau liess man zwar beim 4:4 einen Punkt liegen. Da aber auch Willisau gegen Urtenen (5:5) patzte, hatte man den erneuten Titelgewinn schon vor dem Schlussspiel gegen Willisau (2:6) «im Sack». Es durfte gefeiert werden.

Buochser Männer schaffen den Ligaerhalt

Obwohl der STV Buochs in der Schlussrunde mit Neuenkirch (6:11), Menznau (8:11) und Bözberg (5:6) hochkarätige Gegner vorgesetzt bekamen, schafften die Nidwaldner den Ligaerhalt. Sie konnten vom Effort aus dem vorletzten Spieltag zehren, in dem die Buochser gleich fünf von sechs Punkten holten. Riegenleiter Fabian Zimmermann: «Mit dem 6. Schlussrang bin ich sehr zufrieden, auch wenn es zuletzt im Kampf um den Ligaerhalt sehr eng wurde.»

Frauen. 6. Spieltag: Wettingen – Küssnacht 7:4. Santenberg – Dottikon 4:7. Willisau – Unterkulm 9:8. Wolfenschiessen – Pfäffikon 6:3. Küssnacht – Santenberg 7:4. Urtenen – Menznau 7:4. Dottikon – Pfäffikon 6:6. Unterkulm – Wettingen 0:3. Menznau – Wolfenschiessen 4:4. Willisau – Urtenen 5:5. Pfäffikon – Santenberg 5:5. Küssnacht – Unterkulm 6:6. Wettingen – Urtenen 8:8. Dottikon – Menznau 4:3. Wolfenschiessen – Willisau 2:6.

Schlussrangliste (alle 18 Spiele): 1. Wettingen 28. 2. Urtenen 26. 3. Wolfenschiessen 25. 4. Willisau 23. 5. Dottikon 22. 6. Unterkulm 20. 7. Menznau 19. 8. Küssnacht 8. 9. Pfäffikon 7. 10. Santenberg 2.

Für Wolfenschiessen spielten: Sabrina Achermann, Claudia Bossard, Kathrin Bruggesser, Sandra Durrer, Michèle Scheuber, Julia Schuler, Gisela Strässle und Seraina Waser.


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