Uris Rollhockeyaner landen wichtigen Heimsieg

REGIO-SPORT ⋅ Der RHC Uri bezwingt seinen Tabellennachbarn Wimmis in überzeugender Manier mit 5:1. Damit ist ihm in der Tabelle ein Satz in die Nähe der Playoff-Region gelungen.

03. Februar 2019, 22:31

Urs Hanhart

In dieser Saison schaffen erstmals nur die besten vier Teams der Qualifikation den Sprung in die Playoffs. Deshalb kam dem gestrigen Duell zwischen den beiden Tabellennachbarn Uri und Wimmis eine wichtige Bedeutung zu. Beide Mannschaften mussten gewinnen, um sich die Chance auf die Playoff-Teilnahme zu wahren.

Bei den Platzherren war von Beginn weg ein enormer Siegeswillen zu erkennen. Sie rissen das Spieldiktat resolut an sich und schnürten den Gegner in dessen Spielhälfte phasenweise richtiggehend ein. Die Druckphase zahlte sich aus, denn in der 13. Minute erzielte Felipe Sturla, der kurz zuvor nur den Pfosten getroffen hatte, per direktem Freistoss den 1:0-Führungstreffer. Wimmis konnte spielerisch mit den kombinationsfreudigen Gastgebern nicht mithalten und beschränkte sich vor allem auf schnelle Konter. Eine gefährliche Taktik für den RHC Uri, denn dessen hervorragend disponierter Keeper Marcel Greimel musste mehrfach sein ganzes Können aufbieten, um bei schnellen Gegenstössen einen Gegentreffer zu verhindern. Trotzdem war ihm kein Shutout vergönnt, denn die Gäste nutzten in der 20. Minute eine Überzahlphase zum 1:1-Ausgleichstreffer, wobei Hexer Greimel durch einen abgelenkten Schuss düpiert wurde. Unmittelbar vor der Pause bescherte Sturla seinem Team mit einem satten Weitschuss während einer Powerplayphase die erneute Führung (2:1). Diese hätte durchaus noch höher ausfallen können, denn Sturla und Joshua Imhof verschossen zuvor je noch einen direkten Freistoss.

Nach der Pause verlief die Partie zunächst ausgeglichener. Aber ab Mitte der zweiten Halbzeit drehten die Urner nochmals gewaltig auf, obwohl Topskorer Sturla wegen einer erlittenen Handverletzung nicht mehr mitspielen konnte. Andere sprangen ein, unter anderen Youngster Matteo Gasser, der in der 37. Minute in eiskalter Manier einen direkten Freistoss zum 3:1 versenkte. Nur wenig später erhielt auch Wimmis einen direkten Freistoss zugesprochen. Diese Anschlusstreffer-Möglichkeit wurde jedoch von Greimel vereitelt. Nachdem Uri auch die anschliessende Unterzahlphase schadlos überstanden hatte, war die Vorentscheidung gefallen.

Für die endgültige Entscheidung sorgte schliesslich Uri-Captain Michael Gehrig, der in der 47. Minute einen blitzschnellen Bilderbuchkonter mit dem 4:1 krönte. In der vorletzten Minute doppelte der Routinier dann noch mit einem weiteren Torerfolg zum Schlussresultat von 5:1 nach. Fazit: Uri war das klar bessere Team, profitierte aber auch davon, dass Wimmis von den recht kleinlich pfeifenden Schiedsrichtern insgesamt 14 Strafminuten aufgebrummt erhielt.

Ein Punkt fehlt noch für den vierten Rang

Uri-Trainer Simon von Allmen zeigte sich sehr erleichtert, dass sein Team diesen im Hinblick auf die Playoff-Teilnahme ungemein wichtigen Match gewinnen konnte. Dementsprechend lautete auch sein Kommentar: «Mit dieser Leistung bin ich sehr zufrieden. Mein Team hat sehr intelligent und fokussiert gespielt. Auf unnötige Kunststückchen haben die Spieler richtigerweise verzichtet.»

Uri ist dank diesem Heimerfolg auf die fünfte Position vorgerückt und befindet sich jetzt nur noch einen Punkt hinter Dornbirn, das an vierter Stelle liegt, aber bereits zwei Spiele mehr ausgetragen hat. Dem weiteren Saisonverlauf sieht Von Allmen optimistisch entgegen. Er gab sich überzeugt: «Wenn wir weiterhin so spielen wie gegen Wimmis, liegt die Playoff-Qualifikation absolut drin. Aber man darf sich keine Blösse geben, denn die Teams in unserer Tabellenregion liegen alle ganz nahe beisammen.»

RHC Uri – RHC Wimmis 5:1 (2:1)

Rollhockeyhalle Seedorf. – 197 Zuschauer. – SR Pace, Rebughini.

Uri: Greimel, Blöchlinger; Gehrig (2), Joshua Imhof, Fussen, Aschwanden, Gasser (1), Nicola Imhof, Sturla (2), Schuler.

Wimmis: Pinheiro, Kauter; Gmür, Müller, Althaus, Meier, Jonathan Brand, Pfähler (1), Simon Brand, Wittwer.


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