Sechs Teams träumen vom Aufstieg in die zweite Liga

REGIO-SPORT ⋅ In dieser Liga sind fast alle Entscheidungen gefallen. Sechs Teams stehen in der Aufstiegsrunde zur 2. Liga regional, sechs von möglichen sieben Absteigern stehen ebenfalls fest.

03. Juni 2019, 18:00

Michael Wyss

Heute in einer Woche (11. Juni) beginnen die Aufstiegsspiele zur 2. Liga. Qualifiziert haben sich Horw II und Baar (Gruppe 1), Sempach und Ebikon (Gruppe 2), Entlebuch und Malters (Gruppe 3). Überragend war die Qualifikation vom punktemässig erfolgreichsten Drittligisten Sempach (18 Siege; 3 Unentschieden; 1 Niederlage) im schwierigen Jahr nach dem Abstieg. Trainer Elvis Velic: «Es war keine einfache Saison für uns, doch wir konnten die Favoritenrolle meistern. Ich bin stolz auf die Equipe. Nun sind wir heiss. Wir sind hungrig wie Löwen. Ich will natürlich jedes Spiel gewinnen. Wir haben vom Vorstand aber keinen Druck. Der Aufstieg wäre schön, aber kein Muss.»

Zugabe sind die Aufstiegsspiele auch für Ebikon und seinen Trainer Viktor Vrhovac: «Wir geniessen diese Zusatzspiele. Meine jungen Spieler sollen Erfahrungen sammeln. Mein Ziel war es, als ich nach Ebikon kam, dieses Team aus dem Abstiegssumpf zu befreien und in der 3. Liga zu etablieren und wieder salonfähig zu machen. Unglaublich, dass wir es nun in die Top 2 schafften nach dieser kurzen Zeit. Wir werden sicher gefährlich sein – und unberechenbar.»

Abschiedsgeschenk in Entlebuch?

«Früher oder später möchten wir mit Entlebuch in die regionale 2. Liga, das verheimliche ich nicht. Je früher, desto besser», sagte Sportchef Sacha Achermann. «Das Fanionteam hat sich diese Aufstiegsrunde verdient in einer starken Gruppe. Es wäre schön, wenn wir den Lift nehmen könnten. Druck üben wir aber vom Vorstand nicht aus.» Zuletzt kickte das Team von Spielertrainer Daniel Kaufmann in der Spielzeit 2010/11 in der regionalen 2. Liga. Für Präsident Erwin Meier (21 Jahre), Spiko-Präsident Bruno Meier (20) und Sportchef Sacha Achermann (5), die Ende Saison von ihren Ämtern zurücktreten, wäre die Promotion ein schönes Abschiedsgeschenk.

Auch Malters würde gerne den Wiederaufstieg feiern. «Unser mittelfristiges Ziel heisst die Rückkehr in die regionale 2. Liga. Mit eigenen Junioren streben wir das an. Wir sehen uns in Zukunft schon auf höherem Niveau spielen», so Sportchef Alain Grüter. «Die Spieler haben sich diese Zugabe verdient und werden sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Wir wollen jetzt noch mehr.» Letzte Saison fehlte Malters ein Punkt für den Verbleib in der 2. Liga, was zeigte, dass das Team eigentlich für höhere Aufgaben bereit wäre.

Horw sieht sich in der Aussenseiterrolle

Albert Kaufmann, Horws Präsident, nimmt einen neuen Anlauf in die 2. Liga. Bereits letzte Saison schaffte sein Team die Aufstiegsrunde, scheiterte aber. Und dieses Jahr? Trainer Roberto Ordonez: «Es ist schön und macht mich auch stolz, dass wir das wieder erreichten. Es war nicht einfach, doch wir meisterten das souverän. Wir sind aber Aussenseiter. Andere Teams müssen aufsteigen, das ist ein Vorteil für uns. Von Horw spricht keiner.» Vielleicht aber am 22. Juni? «Wer weiss. Lassen wir uns doch einfach überraschen.»

Der Sechste im Bunde ist Baar, der sich in der letzten Runde im Direktduell gegen Zug 94 mit einem 5:0-Kantersieg auf Rang 2 hievte. Zu was taugt diese Equipe? Sie ist die grosse Wundertüte im Sextett.

Als Absteiger in die 4. Liga stehen fest: Menzingen, Weggis (Gruppe 1), Horw I, Eich (Gruppe 2), Schüpfheim und Triengen (Gruppe 3). Zusätzlich steigt Küssnacht II als schlechtester Drittletzter aus der Gruppe 1 ab.


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