Sarnen siegt gegen Brunnen - dennoch ein Happy End für Sieger und Verlierer

REGIO-SPORT ⋅ Sarnen sichert sich mit dem 2:0-Sieg vorzeitig den Ligaerhalt in der 2. Liga inter. Und auch Verlierer Brunnen ist eine Runde vor Meisterschaftsschluss alle Abstiegssorgen los.

09. Juni 2019, 13:24

Ruedi Vollenwyder

Nach einer enttäuschenden Vorrunde mit neun Punkten hat sich der FC Sarnen in der Rückrunde rehabilitiert. Mit 2:0-Sieg gegen den FC Brunnen im Sachsler Exil (wegen der Ruderregatta Sarnersee) hat das Team um den scheidenden Trainer Ricardo Pereira in den zwölf Rückrundenpartien 23 Zähler gesammelt. Der Jubel bei den Obwaldnern war nach dem ungefährdeten Sieg riesig. «Sensationell, wir haben den Ligaerhalt geschafft. Der Siegeswille gegen Brunnen war einfach genial», freute sich Tiago Lopes, der Torschütze zum 2:0. Randy Würsch, der im Mittelfeld souverän Regie führte, strahlte: «Was wir in der Rückrunde geleistet haben, ist schlicht sensationell.» Und auch Trainer Ricardo Pereira fiel ein Stein vom Herzen: «Ich habe immer an mein Team geglaubt, wusste um deren Qualitäten.» Noch auf dem Spielfeld feierten die Sarner den Ligaerhalt frenetisch.

Die beiden Tore in einem niveauarmen Match fielen für die Sarner zu einem günstigen Zeitpunkt. In der 42. Minute zirkelte Luca Vogel einen Flankenball haargenau auf Nando Omlin, der mit seinem Kopfball Brunnen-Goalie Noël Schmid keine Abwehrchance liess. Und als in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit Tiago Lopes mit einem Knaller aus 20 Metern das 2:0 gelang, war die Basis für den Erfolg, sprich Ligaerhalt, gelegt.

Brunnen hatte während 75 Minuten des Spiels mehr Ballkontakte, konnte sich aus dieser Überlegenheit aber praktisch keine Torchance erarbeiten. Mittelfeld-Motor Salvatore Viola monierte denn auch: «Wir gingen zu locker in dieses Spiel. Als wir dann auf den Rückstand reagieren sollten, konnten wir den Schalter nicht mehr umlegen.» Dennoch hatten auch die Schwyzer Grund zum Feiern. Dank der 32 erspielten Punkte schaffte auch das Team von Trainer Marco Spiess den Klassenerhalt – weil in der letzten Runde noch die Direktbegegnung zwischen Kickers und Hergiswil auf dem Programm steht. Es ist aber denkbar, dass auch der Drittletzte der Gruppe 4 den Gang in die 2. Liga regional nicht antreten muss. Nach dem Rückzug vom Vallorbe-Ballaignes (freiwilliger Abstieg in die 2. Liga) bleibt der beste Drittletzte aller Gruppen oben. Und da liegen Kickers und Hergiswil gut im Rennen.


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