RHC Uri verliert und gerät in ungemütliche Tabellenlage

REGIO-SPORT ⋅ Der RHC Uri verliert das wichtige Auswärtsspiel in Thun mit 4:7. Nach einem Kaltstart kämpfen sich die Urner ins Spiel. Mit einem Doppelschlag in der 43. und 44. Minute macht der SC Thunerstern den Sack dann endgültig zu.

13. Mai 2019, 11:45

(ji) Die Lage für den RHC Uri wird immer ungemütlicher. War vor zwei Monaten noch die NLA-Playoff-Qualifikation in Reichweite, stehen die Urner nun mitten im Abstiegskampf. Die Urner erwischten in Thun einen klassischen Fehlstart. Das Spiel war noch keine sieben Minuten alt, als Uri-Torhüter Marc Blöchlinger bereits zweimal hinter sich greifen musste.

Bei beiden Toren stimmte die Abstimmung in der Urner Defensive nicht. Erschwerend kam hinzu, dass die beiden Topskorer der Thuner zu diesem Zeitpunkt das Spielfeld noch nicht einmal betreten hatten. Doch die Urner kämpften sich zurück. In der 12. Minute schloss André Da Costa einen mustergültigen Konter zum 1:2-Anschlusstreffer ab, und eine Minute später traf Nicola Imhof gar zum Ausgleichstreffer.

Uri führte mit 3:2 zur Pause

Nun war das Spiel wieder offen, hüben wie drüben kam es zu zahlreichen gefährlichen Torabschlüssen. Michael Gerig scheiterte in der Folge mit einem Penalty am Thuner Torhüter. Einen erneuten Strafstoss (21.) konnte der Urner Felipe Sturla nutzen und traf zur 3:2-Pausenführung.

So langsam ging den Urnern in der zweiten Halbzeit die Puste aus, was die laufstarken und kämpferisch starken Thuner geschickt auszunutzen wussten. Mit einem Doppelschlag der Rettenmund-Brüder (38. und 39. ) drehten die Gastgeber das Spiel. Eine blaue Karte (44.) gegen die Thuner ermöglichte Uri nochmals die Chance auf den Ausgleich. Und diese nutzte der junge Janis Fussen und schob den Ball gekonnt an der Stockhand des Torhüters vorbei zum 4:4.

Eine Reaktion der Urner blieb aus

Davon liessen sich die Gastgeber jedoch nicht beeindrucken und gleichzeitig gönnten sich die Urner eine Phase der Unkonzentriertheit, welche die Thuner eiskalt ausnutzten. Kaum hatten die Thuner angespielt, zappelte der Ball bereits im Netz der Urner und es stand 5:4. Das grosse Aufbäumen der Urner blieb in der Folge aus. Im Gegenteil nutzten die Gastgeber die weiten Räume gekonnt aus und machten mit zwei Toren in den letzten fünf Spielminuten alles klar.

Nach Verlustpunkten steht Uri nun gleichauf mit Schlusslicht Wimmis. Es verbleiben drei Auswärtsspiele, in denen die Urner noch Punkte holen müssen. Uri-Coach Max Aschwanden richtete den Fokus nach dem Spiel deshalb in die Zukunft: «Es bleibt keine Zeit, dieser Niederlage nachtrauern. Am Donnerstag spielen wir in Uttigen und hoffen auf ein besseres Ergebnis.»

Rollhockey. NLA, Abstiegsrunde: SC Thunerstern – RHC Uri 7:4 (2:2). – Rangliste: 1. Genève 3/17. 2. RHC Uri 5/16. 3. Thunerstern 4/14. 4. Uttigen 3/13. 5. Wimmis 3/10.

SC Thunerstern – RHC Uri 7:4 (2:2)

MUR-Halle. – 150 Zuschauer. – RHC Uri: Marc Blöchlinger; Remo Schuler, Tim Aschwanden, Michael Gerig, Nicola Imhof (1), Matteo Gasser, André Da Costa (1), Jannis Fussen (1), Felipe Sturla (1), Roman Gisler. – Bemerkung: Uri ohne Marcel Greimel und Joshua Imhof (beide verletzt).


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