Nach dem ersten Korbball-Titel geht für die Wikoner die Post ab

REGIO-SPORT ⋅ Im Kampf um den Titel eines Innerschweizer Hallenmeisters hatte sich der STV Wikon vor der Schlussrunde eine gute Ausgangslage erarbeitet. Die Luzerner Hinterländer nützt diese und holt erstmals in der Vereinsgeschichte Gold.

04. Februar 2019, 17:19

Ruedi Vollenwyder

Um erstmals in der Vereinsgeschichte den Titel eines Innerschweizer Hallenmeisters im Korbball zu holen, musste der STV Wikon unter Trainer Franz Vogel noch drei Punkte aus den restlichen drei Partien ins Trockene bringen. In der ersten Partie gegen Schwyz (7:7) kam Wikon noch nicht auf Betriebstemperatur. So brauchten die Wiggertaler gegen Fides Ruswil einen Sieg, um den ersten Meistertitel feiern zu können.

Gegen den Absteiger gab sich der Leader keine Blösse: 10:4-Erfolg. Nach Spielschluss ging dann im Lager von Wikon «die Post» ab. Martin Schöni sprach von einem «historischen Ereignis». Andrin Betschart brachte ein «traumhaft» über die Lippen. Und Captain Christophe Leuenberger murmelte im Jubeltaumel ein «legendär» hervor, währenddessen David Lang auf einen «unvergesslichen Moment» zurückblickt. Mit «einfach geil» (Samuel Kilchmann) und «absolute Spitze» (Matthias Kilchmann) unterstreichen die beiden treffsichersten Korbleger ihre Glücksgefühle. Während Marco Wartmann (18) als Youngster mit einem «ich bin überwältigt» den Titel auskostete, konnte Wikons 47-jähriger junggebliebener Teamsenior Martin Solleder die aufkommende Euphorie nicht mehr bändigen: «Endlich – 32 Jahre spiele ich nun Korbball und ebenso lange musste auf diesen Titel warten. Ein unbeschreibliches Gefühl.»

Nur eine Niederlage in 18 Spielen

Nach der langen Dominanz von KR Neuenkirch (7 Titel in den letzten 9 Jahren) und KTV Menznau (2) konnte sich diese Spielzeit mit dem STV Wikon ein neuer Verein ins «goldene Siegerbuch» einschreiben. Ein mehr als verdienter Sieg für das Team um Trainer Franz Vogel, der Wikon seit vier Jahren betreut. Mit nur einer einzigen Niederlage und einem Unentschieden spielten die Wikoner ein tolles Turnier. «Das Kollektiv, die gute Harmonie zwischen älteren und jüngeren Spielern und der Ehrgeiz, das Beste herauszuholen, sehe ich für diesen Erfolg verantwortlich», windet der strahlende Trainer seinem Team ein Kränzchen. Nach der stimmungsvollen Siegerehrung mit Glockengeläut und wehender Vereinsfahne gab es anschliessend kein Halten mehr. Franz Vogel: «Meine Spieler sollen das Momentum geniessen. Sie haben dieses Fest verdient.»

Die silberne Auszeichnung holte sich der KTV Menznau. Die bronzene Auszeichnung konnten sich die Spieler vom Aufsteiger Bözberg umhängen lassen. Fides Ruswil hingegen steigt in die 2. Liga ab.

Innerschweizer Hallenmeisterschaften. Männer, 1. Liga: Wikon – Wolhusen 12:6. Neuenkirch – Menznau 7:7. Boswil – Ruswil 11:9. Bözberg – Buochs 6:5. Neuenkirch – Wolhusen 10:6. Schwyz – Willisau 10:6. Ruswil – Wikon 4:10. Menznau – Buochs 11:8. Boswil – Schwyz 6:7. Willisau – Bözberg 5:7. Buochs – Neuenkirch 6:12. Wolhusen – Ruswil 8:5. Menznau – Willisau 9:5. Wikon – Schwyz 7:7. Bözberg – Boswil 6:2.

Schlussrangliste (alle 18 Spiele): 1. Wikon 33. 2. Menznau 29. 3. Bözberg 27. 4. Neuenkirch 25. 5. Schwyz 14. 6. Willisau 13. 7. Buochs 10. 8. Wolhusen 10. 9. Boswil 10. 10. Ruswil 9.


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