LK Zug vergoldet perfekte Handball-Saison

REGIO-SPORT ⋅ Was letztes Jahr misslang, ist diesmal geglückt: Die U18-Juniorinnen des LK Zug bezwingen im Playoff-Final Herzogenbuchsee und sind Schweizer Meister. Damit gibt man sich aber nicht zufrieden.

06. Mai 2019, 18:00

Stephan Santschi

Superlative sind gerade gut genug, um das zu beschreiben, was die U18-Elite-Juniorinnen des LK Zug in dieser Saison geleistet haben. Sämtliche 23 Spiele haben sie gewonnen, die letzten beiden im Playoff-Final gegen Herzogenbuchsee. Auf das Hinspiel vor einer Woche (25:22-Sieg) folgte ein souveräner 29:20-Erfolg im Rückspiel am Samstag in der Zuger Sporthalle. 650 Zuschauer feierten schliesslich den neuen Schweizer Meister, «so viele Leute waren in Zug noch nie an einem Spiel unseres Nachwuchses», schwärmt Silvan Häfliger.

Der bald 31-Jährige ist der Trainer der ältesten Zuger Juniorinnen-Equipe, gemeinsam mit dem ehemaligen Titelsammler in der SPL 1, Damian Gwerder, hat er den Triumph möglich gemacht. Vor einem Jahr noch war er mit seiner Auswahl im Meisterschaftsfinal gegen den gleichen Widersacher gescheitert, zu ängstlich spielten die Zugerinnen damals, zu gross war ihr Respekt. «Nun haben wir von dieser Erfahrung profitiert, wir waren weniger nervös. Insgesamt stellten wir das ausgeglichenere Team», erklärt Häfliger.

Sonderlob für Goalie Jennifer Abt

Zu den Leistungsträgerinnen zählt dabei Goalie Jennifer Abt, die am Samstag sogar auf eine Abwehrquote von 52 Prozent kam. «Was sie leistete, war Wahnsinn. Hinten kriegte sie kaum Tore und dann leitete sie mit ihren Pässen auch noch die Gegenstösse ein», berichtet Silvan Häfliger. Im Angriff gefielen derweil Spielmacherin Sina Hess mit ihrer Übersicht sowie Celia Heinzer, Kyra Gwerder (beide 7 Tore), Svenja Spieler (6) und Joline Tschamper (5) mit Abschlussstärke. «Wir wollten uns im letzten Spiel die perfekte Saison nicht mehr vermiesen lassen. Wirklich beeindruckend, wie die Spielerinnen ihre Leistungen über die ganze Saison hinweg abgerufen haben», lobt der Cheftrainer.

Silvan Häfliger hat damit nach 2015 (U17) und 2016 (U19) den dritten Meistertitel mit dem Zuger Nachwuchs gewonnen. In dieser Saison profitierte er dabei von der Zusammenarbeit mit Damian Gwerder, der ihn sowohl bei den U18-Juniorinnen als auch im SPL2-Team unterstützt hat. «Von ihm kann ich einiges lernen. Während des Spiels macht er Beobachtungen und gibt mir Inputs. Auch Stefan Pröll ist als weiterer Assistent dabei. So können wir viel aus dem Team herausholen.» Bemerkenswert: Neun Vertreterinnen des U18-Meisterteams sind aktuelle U20- und U18-Nationalspielerinnen.

Vier Toptalente rücken ins Kader der SPL 1 auf

Diese Leistungsausweise sollen den LK Zug nun aber nicht zum Zurücklehnen verleiten, ganz im Gegenteil. «Nächste Saison möchten wir uns weiter in Richtung Spitzensport entwickeln», berichtet Häfliger und hält fest: «Wir streben im Nachwuchs nach dem Mass aller Dinge zu werden, alle sollen zu uns kommen wollen. Wir brauchen die besten Trainer, positiv verrückte Spielerinnen und eine gute Betreuung bei der Kombination von Schule und Sport.» Die Talentiertesten werden derweil in der kommenden Spielzeit ins Kader des SPL-1-Teams befördert, namentlich Goalie Jennifer Abt, Aufbauerin Celia Heinzer sowie die Flügelspielerinnen Kyra Gwerder und Anna Lena Speerli.

Der Nachschub an Talenten für das SPL1-Team scheint gewährleistet zu sein. Apropos SPL1: Auf höchster nationaler Stufe beginnt der Playoff-Final am übernächsten Samstag, 18. Mai. Die Frauen des LK Zug möchten es dabei ihren ältesten Juniorinnen nachmachen und gegen den LC Brühl die nächste Goldmedaille in die Zuger Sporthalle holen.

U18 Elite, Playoff-Final: LK Zug – Herzogenbuchsee 29:20 (14:10). – Schlussrangliste: 1. LK Zug 2/4. Herzogenbuchsee 2/0. – LK Zug ist Schweizer Meister.

U16 Elite, Playoff-Final: Spono Eagles – GC Amicitia Zürich 33:27 (17:15). – Schlussrangliste: 1. GC Amicitia Zürich 2/2 (62:60). 2. Spono Eagles 2/2 (60:62). – GC Amicitia Zürich ist Schweizer Meister.

U16 Elite/Inter. Auf-/Abstieg: LK Zug – Wil 42:19 (22:7). – Schlussrangliste: 1. LK Zug 2/4. 2. 2/0. – LK Zug bleibt in der Elite.


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