Jessica Keiser schafft den Sprung auf ein illustres Snowboard-Podest

REGIO-SPORT ⋅ Jessica Keiser erringt im Europacup zwei Spitzenklassierungen und befindet sich weiterhin im Aufwärtstrend. Auch in der Freizeit hat sich die 24-jährige Nidwaldnerin für 2019 ein sportliches Ziel gesetzt.

07. Januar 2019, 17:46

Stephan Santschi

Mit den Rängen zwei und vier an den beiden Parallel-Riesenslaloms von Ende Dezember in Hochfügen ist Jessica Keiser ein perfekter Abschluss des Jahres 2018 geglückt. Erst einmal hatte sie davor auf dem Podest eines Europacuprennens gestanden – im Januar 2018 in Lachtal, damals war sie ebenfalls Zweite geworden.

Der jüngste Exploit dürfte in ihrer Karriere allerdings einen Ehrenplatz einnehmen, befand sich neben ihr auf dem Treppchen doch illustre Konkurrenz: Gewonnen hat den Wettkampf nämlich Ramona Theresia Hofmeister, Dritte wurde Selina Jörg. Die beiden Deutschen standen an den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang im letzten Jahr auf den Plätzen drei und zwei des Parallel-Riesenslaloms. «Das ist für mich natürlich ein extrem tolles Podest. Und es zeigt mir, dass ich an diesem Tag sehr gutes Snowboarden abrufen konnte», resümiert Keiser ihren Auftritt in Hochfügen.

Korkenknall um Mitternacht hat sie nicht miterlebt

Bisher hatte sie mit der etwas schiefen Piste im österreichischen Zillertal stets ihre liebe Mühe gehabt. «Es war immer ein Geknorze – weshalb, weiss ich eigentlich nicht», erklärt die 24-jährige Nidwaldnerin. Dass sie nun ausgerechnet dort die ersten Topergebnisse dieses Europacup-Winters herausgefahren habe, zeige ihr, dass sie auf dem richtigen Weg sei. «Ich vertraute auf mein Können und meine Stärken. Ich hatte Freude am Wettkampf und machte einen guten Job. Es geht vorwärts.»

Neujahr verbrachte Jessica Keiser anschliessend bei ihrer Familie in Oberdorf. Den Korkenknall um Mitternacht hat sie aber, wie in unserer Zeitung angekündigt, nicht miterlebt. «Ich ging früh schlafen, um am nächsten Morgen ausgeruht in den Schnee gehen zu können.»

Keisers kleines Projekt mit dem FC Luzern

Für 2019 setzt sie sich eine Top-3-Klassierung in der Gesamtrangliste des Europacups zum Ziel, um den Aufstieg ins A-Kader von Swiss Ski zu schaffen. «In meiner Freizeit will ich zudem lernen, mit einem Fussball zu jonglieren», ergänzt sie schmunzelnd. Bekanntlich ist die Nidwaldnerin ein Fan des FC Luzern und trifft während ihres Krafttrainings in der Swissporarena regelmässig auf die Cracks des Super-League-Klubs. «Einer von ihnen wird mir dabei sicher helfen können.»

Als Nächstes stehen für Jessica Keiser aber weitere Herausforderungen auf dem Snowboard bevor. In Bad Gastein (AUT) wird sie gleich drei Parallel-Slaloms bestreiten. Zunächst figuriert am Dienstag ein Weltcuprennen auf dem Programm. Ihre bisher besten Ergebnisse auf dieser Stufe erreichte sie ebenfalls im Dezember 2018, als sie in Italien mit den Plätzen 24 und 25 erstmals Weltcuppunkte gewann. «Diese Einsätze betrachte ich als Zückerchen, als Belohnung für die bisherige Leistung», betont Keiser, die sich weiterhin als Europacupfahrerin sieht.

Am Donnerstag und Freitag finden am selben Ort dann noch zwei Europacuprennen statt. «Da will ich an meiner Leistung aus den letzten Rennen anknüpfen. Ich werde mich auch im neuen Jahr nicht ausruhen.»


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