FC Stans hat Luft nach oben

REGIO-SPORT ⋅ Der FC Stans hat eine durchzogene Vorrunde hinter sich. Freude bereitet Trainer Benji Hess vor allem der IFV-Cup.

08. November 2018, 18:00

Ruedi Vollenwyder

In der ersten 2.-Liga-Saison nach der Trainer-Ära Toni Durrer und Rocco Perrone hatte sich das neue Betreuer-Duo Benji Hess und Mario Schaub den Einstand beim FC Stans erfolgreicher vorgestellt. So zeigt sich Benji Hess mit dem 8. Zwischenrang und den 19 gewonnen Punkten nicht zufrieden. «Wir wollten die Vorrunde unter den besten vier Teams abschliessen. Dieses Ziel haben wir klar verfehlt», blickt der Inhaber der Uefa-B-Trainerlizenz auf die abgelaufene Vorrunde zurück. Und der legt nach: «Um einen besseren Rang zu erreichen, standen wir uns oft selber im Weg.»

Sein Ärger ist verständlich und auch nachvollziehbar: Drei Meisterschaftspartien mussten die Stanser nach je einem Platzverweis in Unterzahl beenden. «Mit der Disziplin stand es nicht immer zum Besten. Diese Aussetzer haben uns schon einige Punkte gekostet», moniert Hess.

Baustelle Abwehr konnte behoben werden

Doch Benji Hess sah im Laufe der Vorrunde nicht nur negative Phasen. Nach den ersten vier Meisterschaftsrunden bezeichnete er die Defensivabteilung noch als Sorgenkind. «Diese Baustelle konnten wir dank intensiver Trainingseinheiten etwas aufräumen.» Der Beweis: Mit Ausnahme der 1:4-Klatsche gegen Emmen kassierte Stans in den letzten fünf Spielen nur drei Gegentore. «Das ist eine erfreuliche Steigerung gegenüber der Startphase», bilanziert Vertriebsingenieur Hess. In den letzten zehn Partien (Meisterschaft und Cup) musste Stans nur gegen Leader Emmenbrücke und Emmen als Verlierer vom Feld. Vor allem das Emmen-Spiel bezeichnet Hess als «sehr schwacher Auftritt.»

Stanser Highlight dank IFV-Cupspielen

Das absolute Highlight der Vorrunde findet Benji Hess nicht im Meisterschaftsbetrieb. Für ihn und sein Team waren die Partien im IFV-Cup die bisherigen Höhepunkte. Zuerst bugsierte Stans den aktuellen 2.-Liga-Leader Emmenbrücke mit 2:0 aus dem Cup-Wettbewerb. Dann wurde im Achtelfinal der FC Sins nach einem hochemotionalen Spiel mit 4:2 ausgebootet. Beim Stande von 2:2 und nach zwei Platzverweisen schossen die Nidwaldner mit nur noch acht Feldspielern in der Nachspielzeit noch zwei Tore zum 4:2-Sieg. Als «einfach unglaublich», bezeichnet Hass diese Leistung. Klar ist, dass man im Lager des FC Stans dem IFV-Cup weiterhin grosse Bedeutung beimisst. «Der Gegner ist zwar noch nicht bekannt. Wir wollen endlich auch einmal in diesem Wettbewerb für Furore sorgen», setzt der Stans-Trainer für die Rückrunde, nebst dem anvisierten vierten Meisterschaftsrang, die Messlatte hoch an.

Die Ziele nach der Winterpause sind für den FC Stans klar definiert. Eine Zielsetzung hat Benji Hess im ersten Jahr als Trainer allerdings noch nicht erreicht: «Ich wollte der Mannschaft eine Winnermentalität verpassen. Diese Überzeugungsarbeit habe ich mir einfacher vorgestellt. Genauso das Vorgehen, aus den Spielern den letzten Siegeswillen herauszukitzeln.»


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