FC Hergiswil hat Pech, der Wintereinbruch vermasselt mögliche Punkte

REGIO-SPORT ⋅ Aufsteiger FC Willisau (2. Liga inter) legt bisher eine tolle Saison hin. Gegen den FC Hergiswil drohte nach dem 0:1 zur Pause die Ungeschlagenheit zu Hause zu enden. Doch dann kam der Abbruch der Partie.

06. Mai 2019, 17:45

Ruedi Vollenwyder

Ein hellgelbes «–3 Grad» leuchtet von der Schlossfeld-Resultattafel. Ein «0:1» nach 45 Spielminuten dazu. Die Spieler vom FC Willisau und FC Hergiswil betraten nach dem Pausentee noch einmal das vom Schnee bedeckte Schlossfeld-Terrain und wurden wenig später vom Schiedsrichter Benjamin Eggerschwiler wieder in die Umkleidekabinen zurückgeschickt. «Es macht keinen Sinn noch länger zu warten. Besser werden die Terrainverhältnisse eh nicht», begründet der Unparteiische den Spielabbruch. Ein vernünftiger Entscheid, den alle Involvierten nachvollziehen konnten.

Zu diesem Zeitpunkt führte in diesem trotz der Kälte erwärmenden Derby ein stark spielendes Hergiswil mit 1:0. Florian Eberhard versenkte in der 4. Minute den Ball nach einer Freistossflanke von Flavio Weber. Und derselbe Spieler hatte in der 37. Minute das 2:0 auf dem Fuss. Allein vor Goalie Philip Bolliger zirkelte Weber den Ball an den entfernteren Pfosten. «Wir hatten das Spiel bis zum Abbruch fest im Griff und hätten gar mit 3:0 führen müssen», stellt Hergiswils Aussenverteidiger Ramon Achermann fest. «Diese spielerische Dominanz über den FC Willisau stimmt uns für die restlichen Partien zuversichtlich.» Er blickt aber auch schon auf das nächste Highlight, wenn der FC Sarnen am Samstag (17 Uhr, Grossmatt) zum immer brisanten Unterwaldner Derby in Hergiswil zu Gast ist. «In diesem Derby werden wie immer die Emotionen hochgehen.»

Für Willisau-Trainer Roger Felber kam dieser Spielabbruch nicht ungelegen: «Wir taten uns gegen die aggressiv zur Sache gehenden Hergiswiler schwer und fanden nie zu unserem gewohnten Spiel.» Sagte es und pfiff, mit einem Schmunzeln auf den Lippen, seine Spieler aufs Spielfeld zurück, um diese im Schneegestöber zum Aufräumen der Utensilien zu bewegen.

Zuletzt hat Willisau etwas nachgelassen

Der FC Willisau hat als Aufsteiger bisher eine nahezu optimale Leistung vollbracht. Schon nach der Vorrunde hatten die Luzerner Hinterländer mit Rang 3 und 23 Punkten überrascht. Und diesen 23 Vorrundenpunkten hängten die Willisauer in den ersten sechs Partien weitere acht Zähler an. Beachtlich: Die Felber-Equipe musste von den Innerschweizer Teams zusammen mit Absteiger FC Sursee zu keiner Zeit um den Ligaerhalt zittern. Erst in den letzten Partien liess der FC Willisau etwas nach. Felbers Begründung: «Bei den beiden Niederlagen gegen Taverne (1:2) und Lugano (2:3) kam viel Pech im Spiel dazu. Zudem schrumpfte der Kader wegen Verletzungen rapide, sodass ich mich selber auf die Spielerkarte setzen musste.» Dennoch: Er kann bisher auf eine sehr erfreuliche Saison zurückblicken. Insbesondere zu Hause ist der FC Willisau eine Macht. Auf dem Schlossfeld musste man noch nie als Verlierer vom Feld.

Im Cup überzeugte Willisau mit zwei deutlichen Siegen

Auch im Cup schafften es die Willisauer in die 3. Qualifikationsrunde. Nach Siegen über Ibach (4:1) und Lerchenfeld (5:0) trifft das Felber-Team nach Abschluss der Meisterschaft auswärts auf den FC Sursee (22./23. Juni). Ein Erreichen der 1.-Cup-Hauptrunde wäre das Pünktchen auf dem i einer optimal verlaufenen Saison. Notabene als Aufsteiger.


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