Eine Herkules-Aufgabe wartet auf die Sarner NLA-Unihockeyaner

REGIO-SPORT ⋅ Nach einer Zwangspause wegen Corona empfängt Ad Astra Sarnen am Sonntag den Tabellenführer GC.

20. Januar 2022, 14:17

Drei Tage vor Heiligabend war es, als Ad Astra Sarnen zuletzt einen Ernstkampf bestritt. Die Obwaldner blieben chancenlos im Derby gegen Zug United. Ein Spiel zum Vergessen aus Sicht von Ad Astra. Die Weihnachtspause kam darum für die Sarner nicht ungelegen. Der eigentlich kurze Unterbruch verlängerte sich aber ungeplant: Corona hielt Einzug, auch in den Reihen von Ad Astra. So kam es, dass die Verantwortlichen die ersten beiden Spiele im Jahr 2022 gegen Köniz und Langnau absagen mussten.

«Fast fünf Wochen ohne Spiel mitten in der Saison ist schon eine lange Zeit und fühlt sich etwas komisch an», meint Sarnens Torhüter Mario Britschgi. «Aber im Vergleich zu auch schon wurde uns diesmal immerhin das Trainieren nicht verboten. Trotz teilweise ziemlich vielen krankheitsbedingten Absenzen haben wir versucht, das Beste aus der Situation zu machen und die Trainings im normalen Umfang durchzuführen.» Beklagen dürfe man sich nicht, findet Britschgi, zumal es anderen Teams ziemlich sicher ähnlich ergangen sein. «Nun scheinen wir Corona überstanden zu haben, wir sind wieder fast vollzählig im Training. Es kann also weitergehen.»

Nichts zu verlieren gegen die Grasshoppers

Eine Herkules-Aufgabe wartet nun auf die Sarner: Der souveräne Leader GC macht am Sonntag die Aufwartung im Obwaldner Hauptort. Die Zürcher sind so etwas wie der Angstgegner von Ad Astra. Hohe Niederlagen gegen GC sind für die Sarner eher die Regel als die Ausnahme. So auch im Hinspiel: Gleich mit 2:11 ging es verloren. Dass mit den Grasshoppers gleich ein ziemlicher Brocken kommt, ist sich Britschgi bewusst: «Da müssen wir uns nichts vormachen. GC ist sehr spielstark, das wird schwierig für uns. Aber: Wir können völlig ohne Druck antreten. Niemand erwartet von uns, dass wir gegen GC Punkte holen.»

Noch nicht dabei im Hinspiel Anfang Oktober war der neue Sarner Headcoach Tomas Chrapek. Der Tscheche übernahm erst Mitte Dezember den vakanten Posten bei den Obwaldnern. Britschgi ist erleichtert, dass wieder Klarheit herrscht, wer der Chef hinter der Bande ist: «Wir waren nach dem Rauswurf von Mikael Öhman froh über eine Übergangslösung. Aber es hilft nun definitiv, zu wissen, dass wir mit Tomas wieder einen fixen Cheftrainer haben. So können wir uns auf das Unihockey fokussieren.» Gegen GC dürfte dies definitiv von Vorteil sein. (JH)

Unihockey, NLA. Sonntag. 17.00: Sarnen – GC (Dreifachhalle).


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