Die Langlaufsprint-Seriensiegerin Laura Bütler ist auf dem Weg zurück

REGIO-SPORT ⋅ Heute Abend (ab 18.30 Uhr) steigt der Nachtsprint in Engelberg. Dabei greift die Seriensiegerin Laura Bütler nach Rückenbeschwerden wieder ins Nachtspektakel am Fusse der grossen Titlis-Schanze ein.

10. Januar 2019, 20:19

Roland Bösch

Der Nachtsprint in Engelberg, organisiert vom Nidwaldner Skiverband (NSV), hat sich in den letzten Jahren zu einem speziellen Saisonhöhepunkt entwickelt. Läuferinnen und Läufer aus allen Ecken der Zentralschweiz reisen heute Abend ins Klosterdorf. Würde man einen Titel Miss-Nachtsprint vergeben, hätte die 17-jährige Engelbergerin Laura Bütler gute Chancen, diesen Titel zu gewinnen.

Von 2012 bis 2017 ging die Nachwuchsläuferin in ihrer Alterskategorie jeweils als Siegerin vom Platz. Ihre Nachtsprint-Premiere erlebte die Sportmittelschülerin bereits im Jahr 2009 als 8-jähriges Mädchen. Laura Bütler und der Nachtsprint sind eine Art Liebe auf den ersten Blick. «Bereits als kleines Mädchen hat mich das Nachtrennen mit seiner einzigartigen Atmosphäre fasziniert. Da die Schnellkraft bei mir gut ausgebildet ist, liegen mir Sprintrennen», kommt das Mitglied des Zentralschweizer Schneesportverbandes ins Schwärmen.

Unfreiwillige Pause

In der letzten Saison musste Laura Bütler unfreiwillig die Siegesserie abreissen lassen. Der Rücken zwang die Obwaldnerin Mitte Januar zum vorzeitigen Abbruch. Beim Saisonschlussrennen, dem Langis-Sprint von Ende März, nahm Bütler zwar nochmals einen Anlauf. Sie musste sich aber eingestehen, dass es zwecklos ist. Es folgten schwierige Monate mit starken Schmerzen. Sie waren derart stark, dass es Laura Bütler in der Schulbank fast nicht ausgehalten hatte. «Ich begann zu hadern und hoffte einfach, die Schmerzen möglichst bald in den Griff zu bekommen», gibt die erfolgsverwöhnte Athletin zu Protokoll.

Inzwischen hat sich die Situation dank der Zusammenarbeit mit einem Osteopathen und intensiven Physiotherapien entspannt. Doch Rennen über längere Distanzen sind Bütler derzeit noch kein Thema: «Der Rücken würde dadurch zu stark beansprucht. Zudem ist der Trainingsrückstand beträchtlich.» Auf den Rollskis war die Athletin von Nordic Engelberg in diesem Sommer beispielsweise fast nie unterwegs.

Am letzten Samstag bestritt Bütler die Zentralschweizer Langlaufmeisterschaften über sechs Kilometer. Distanzrennen werden für sie in dieser Saison Ausnahmen bilden. Sie konzentriert sich im Rahmen des nationalen Swiss-Cups auf den Sprint. In Ulrichen und Campra reichte es jeweils für die Viertelfinals. Bis der nächste nationale Sprint ansteht, vergehen einige Wochen.

Der Nachtsprint in Engelberg kommt für Laura Bütler daher gelegen. Wie sieht es denn mit dem Erfolgshunger aus? «Zum heutigen Zeitpunkt sind Siege nicht das oberste Gebot. Viel wichtiger ist, dass der Rücken hält», gibt Laura Bütler zu verstehen. Denn nur mit einem stabilen Rücken kann sie ihr Saisonziel, einen erfolgreichen Auftritt an den Schweizer Meisterschaften im Sprint auf der heimischen Gerschnialp in Engelberg von Ende März 2019 weiterverfolgen.


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