Die jungen Urner Rollhockeyaner drängen sich auf

REGIO-SPORT ⋅ Der Schreinerlehrling Matteo Gasser fällt beim RHC Uri als Matchwinner auf. Die Nachwuchsarbeit zahlt sich aus.

08. Februar 2019, 05:10

Vier Punkte liess sich der RHC Uri in den letzten beiden NLA-Spielen gutschreiben. Massgeblichen Anteil daran hatte Matteo Gasser. Der Seedorfer erzielte in Thun das wichtige 3:2 und zu Hause gegen Wimmis das vorentscheidende 3:1. Der 18-jährige Schreinerlehrling ist einer der Aufsteiger der laufenden Saison und stand bislang praktisch in jedem Spiel in der Anfangsformation. Dies zeigt, wie gross das Vertrauen von Trainer Simon von Allmen in den Mann mit der Rückennummer 21 schon ist.

Gasser rechtfertigt das Vertrauen mit Taten. Mit seiner Schnelligkeit, Spielintelligenz und Schussgewalt bringt er jede Defensive in Verlegenheit und ist deshalb bereits jetzt ein wichtiges Puzzlestück im Urner Team. Gleichzeitig steht er an der Spitze einer neuen Generation im Urner Fanionteam. Mit Marc Blöchlinger, Tim Aschwanden, Remo Schuler und Jannis Fussen stehen weitere Spieler mit den Jahrgängen 2000/2001 bereit, bei denen sich nicht die Frage stellt, ob sie den Durchbruch in der ersten Mannschaft schaffen, sondern einzig, wann dies der Fall sein wird. Rosige Zukunftsaussichten also.

Vorbei ist es mit der Dominanz der Genfer

Die unmittelbare Zukunft heisst aber Genf, das einen Rang hinter den Urnern liegt. Bei den Westschweizern ist auf die neue Saison hin kein Stein auf dem anderen geblieben. Zahlreiche Abgänge standen genauso vielen Neuzugängen gegenüber. Entsprechend schwierig ist es, eine Prognose über die Stärke des bevorstehenden Gegners zu machen. Nur eines ist klar: Die Dominanz aus früheren Jahren, als Genf stets zu den Titelanwärtern gehörte, ist vorbei. Die Urner, die über Jahre nie in Genf punkten konnten, gehen am Samstag als ebenbürtiger Gegner aufs Feld und haben realistische Aussichten auf Punkte. Simon von Allmen erwartet ein taktisches Spiel: «Die Genfer sind bekannt für ihre gute taktische Ausbildung. Kopfloses nach vorne Rennen ist nicht ihr Ding. Gleich überlegt werden wir ans Werk gehen müssen, um nicht ausgekontert zu werden.»

Die Urner müssen wohl ein letztes Mal auf André Costa verzichten. Er wird deshalb schmerzlich vermisst werden, weil vor dem NLA-Spiel die U20-Junioren, die das halbe Urner NLA-Kader stellen, im Spitzenkampf ebenfalls auf Genf treffen. Ein Sieg würden den Urnern erstmals den Sprung auf einen Playoff-Platz ermöglichen. (ji)

Hinweis

Genf - Uri (Samstag 17.30).


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