Altdorfs NLB-Handballer übernehmen die rote Laterne

REGIO-SPORT ⋅ Der KTV Altdorf verliert das Heimspiel gegen das Espoirs-Team der Kadetten Schaffhausen hauchdünn mit 26:27. Durch diesen erneuten Taucher sind die Urner auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht.

03. Februar 2019, 22:31

Urs Hanhart

Es war zum Haareraufen für die Altdorfer Fans. Wie schon in der Auftaktrunde lief auch am zweiten Spieltag der Rückrunde so ziemlich alles gegen die schon seit geraumer Zeit nicht gerade vom Glück begünstigten Gelb-Schwarzen. Frust Nummer eins war die Tatsache, dass das vormalige Schlusslicht Emmen völlig überraschend einen deutlichen 38:30-Auswärtssieg gegen HS Biel landete. Durch diesen Coup trat der Aufsteiger die rote Laterne an den erneut leer ausgegangenen KTV Altdorf ab. Allerdings hätte es am Tabellenende keineswegs zwingend zu dieser Rochade kommen müssen. Die Urner waren nämlich ganz nahe dran, den klar favorisierten Kadetten Punkte abzuluchsen. Altdorfs Trainer Sebastian Munzert brachte es nach dem Schlusspfiff auf den Punkt, indem er betonte: «Wir hätten den Tabellenvierten durchaus besiegen können. Aber wir haben uns in der Schlussphase selber ein Bein gestellt, indem uns unnötige Fehler unterlaufen sind.»

Kein Lohn für tolle Aufholjagd

Die Altdorfer starteten einmal mehr sehr schlecht ins Spiel und benötigten lange, um in die Gänge zu kommen. Aber dann machten sie den bis Mitte der ersten Halbzeit eingehandelten Vier-Tore-Rückstand (3:7) mit einem zehnminütigen Zwischenspurt beinahe wett. Bis zur Pause bauten die Gäste den Abstand jedoch wieder auf drei Längen (15:12) aus und bis zur 47. Minute sogar auf fünf (26:21). Die Partie schien entschieden. Doch dann ging plötzlich ein Ruck durch die Reihen der Platzherren. Sie steigerten sich gewaltig und verkürzten den Abstand sukzessive. Fünf Minuten vor Schluss gelang Pascal Aschwanden der 26:27-Anschlusstreffer, und daraufhin folgte eine zweiminütige Überzahlphase, die von den Gastgebern jedoch nicht genutzt wurde. Gleich mehrere erstklassige Ausgleichsmöglichkeiten wurden durch teils überhastete Aktionen ziemlich kläglich versiebt. Dadurch kam Schaffhausen zu einem doch eher glücklichen Auswärtssieg. «Einerseits haben wir zu viele Zwei-Minuten-Strafen kassiert, wodurch der Schwung immer wieder verloren gegangen ist. Und andererseits haben wir im Angriff zu wenig clever gespielt», bilanzierte Munzert nach dieser doch sehr bitteren Niederlage.

Starkes Comeback von Vorobjovas

Ein echter Lichtblick war die Rückkehr von Edvinas Vorobjovas nach mehrwöchiger Verletzungspause. Der nominelle Rückraumspezialist wurde hauptsächlich als rechter Flügel eingesetzt und erzielte drei wunderschöne Treffer. Marius Kasmauskas musste nach seiner Tätlichkeit im Spiel gegen Stäfa entgegen anderslautenden Befürchtungen doch keine Spielsperre absitzen. Er bedankte sich dafür auf seine Art und warf sieben Tore, womit er in dieser Partie zusammen mit Amer Zildzic, der ebenfalls siebenmal einnetzte, zum erfolgreichsten Altdorfer Skorer avancierte. Am Kreis gelang den Urnern diesmal überhaupt nichts. Sämtliche Zuspiele waren viel zu ungenau, wodurch beide Kreisläufer in Bezug auf Torerfolge völlig leer ausgingen.

Altdorf – Schaffhausen 26:27 (12:15)

Feldli. – 200 Zuschauer. – SR Hitz, Lämmler.

Altdorf: Amrein, Dittli; Kasmauskas (7), Arnold (2), Gisler (1), Baumann, Fallegger, Aschwanden (3), Häusler, Auf der Maur, Henrich (3), Adamcik, Zildzic (7), Vorobjovas (3).

Schaffhausen: Hottinger, Dechow; Ramic (2), Novak (1), Schopper (7), Rusert, Berg, Markovic (1), Teubert (7), Ilic (1), Bührer (8).


Login


 

Leserkommentare