Luzern siegt auch gegen St. Gallen

LUZERN - ST. GALLEN 2:1 ⋅ Der erst dritte Heimsieg des FC Luzern in dieser Meisterschaft ist ein ungefährdeter. Die Innerschweizer besiegen St. Gallen 2:1, hätten jedoch deutlich höher gewinnen müssen.

Aktualisiert: 
16.12.2018, 21:22
16. Dezember 2018, 18:19

Der vorangegangene 3:2-Heimsieg gegen Neuchâtel Xamax konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass St. Gallen leistungsmässig wie auch resultatmässig in einer Baisse steckt. Die Ostschweizer kassierten in Luzern ihre vierte Niederlage in den letzten fünf Spielen.

Am Anfang stand das Pech. Verteidiger Alain Wiss lenkte nach fünf Minuten eine scharfe Hereingabe des zur Grundlinie durchgedrungenen Ruben Vargas ins eigene Tor ab. Dass die Mannschaft von Trainer Peter Zeidler nach dem Rückstand nicht das kleinste Aufbäumen zeigt, hatte dagegen nichts mehr mit Pech zu tun. Ein Schuss aus der Distanz, der mehrere Meter über das Tor ging, war das Einzige, was von St. Gallen in der ersten Hälfte zu sehen war. Auf der andern Seite hätten die Luzerner aus ihren vielen guten Angriffen mehr herausholen müssen als nur das von Vargas nach 20 Minuten erzielte 2:0.

So unglücklich, wie das 0:1 gewesen war, so glücklich war für die Ostschweizer das aus dem Nichts kommende Anschlusstor nach einer Stunde. Nach einer Hereingabe von Verteidiger Nicolas Lüchinger kamen sich Goalie David Zibung und Verteidiger Lucas vor der Torlinie in die Quere, sodass Dereck Kutesa abstauben konnte. Der Fehler lag eindeutig bei Lucas, der seinen Goalie an einer problemlosen Abwehr hinderte. Zu diesem Zeitpunkt hätte es nach dem Spielgeschehen schon 3:0 oder 4:0 heissen müssen. Kurz nach der Pause lenkte Daniel Lopar, der anstelle des erkrankten Dejan Stojanovic das St. Galler Tor hütete, einen Schuss von Aussenverteidiger Silvan Sidler in höchster Not an den Pfosten.

Mit nur noch einem Tor Vorsprung wirkten die Luzerner ein wenig unsicher. Dennoch gewährten sie dem enttäuschenden Gegner keine reellen Chancen. Luzerns Trainer René Weiler kann seinen Spielern einzig vorwerfen, dass sie zu wenig aus den Chancen machten. Daneben darf Weiler eine sehr solide Leistung zur Kenntnis nehmen.

St. Gallen ist mehr denn je Luzerns Lieblingsgegner. Die Innerschweizer haben aus den letzten neun Vergleichen 25 von möglichen 28 Punkten geholt. In dieser Zeit gewannen sie mit mit dem Torverhältnis von 13:2 alle fünf Heimspiele.

Luzern - St. Gallen 2:1 (2:0)

8509 Zuschauer. - SR Schärer. - Tore: 5. Wiss (Eigentor) 1:0. 19. Vargas (Demhasaj) 2:0. 60. Kutesa 2:1.

Luzern: Zibung; Schwegler, Lucas, Cirkovic, Sidler; Vargas (60. Voca), Grether, Schulz, Schürpf (70. Gwilja); Demhasaj (79. Custodio), Eleke.

St. Gallen: Lopar; Lüchinger, Hefti (33. Campos), Wiss, Wittwer (46. Tafer); Quintilla; Sierro, Ashimeru; Bakayoko (79. Kräuchi), Barnetta, Kutesa.

Bemerkungen: Luzern ohne Schneuwly (gesperrt), Knezevic, Ugrinic, Kakabadse, Lustenberger, Ndenge und Salvi (alle verletzt). St. Gallen ohne Itten, Koch, Muheim (alle verletzt), Stojanovic (krank), Ben Khalifa, Tschernegg, Buess und Vilotic (beide nicht im Aufgebot). 48. Lopar lenkt Schuss von Sidler an den Pfosten. Verwarnungen: 22. Schürpf (Hands), 27. Grether (Foul), 48. Campos (Foul), 54. Sierro (Foul), 55. Eleke (Foul), 92. Lüchinger (Foul). (sda)


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