Solskjaer soll für das nächste Wunder sorgen

CHAMPIONS LEAGUE ⋅ Manchester United muss im Achtelfinal in der Champions League nach der 0:2-Heimniederlage gegen Paris Saint-Germain auf ein Wunder hoffen. Trainer Ole Gunnar Solskjaer ist ein Mann für solche Spiele.

06. März 2019, 06:16

Solskjaer steht bei Manchester United für den Umschwung zum Guten. Das war zu seiner Zeit als Stürmer bei den "Red Devils" so und besitzt auch heute noch Gültigkeit. Unvergessen bleibt Anhängern von Manchester United etwa der Champions-League-Final 1999: Solskjaer, in der 81. Minute beim Stand von 0:1 für Bayern München eingewechselt, schoss die United in der 3. Minute der Nachspielzeit nach einem Corner mit seinem Treffer zum 2:1 zum spätesten Comeback in der Geschichte eines Finals der Königsklasse.

20 Jahre später vollführt der Norweger als Trainer von Manchester eine noch grössere Spitzkehre. Im Dezember übernahm Solskjaer ad interim den taumelnden zwanzigfachen englischen Meister von José Mourinho mit neun Punkten Rückstand auf einen Champions-League-Platz. Der Rekordchampion blieb seither in der Meisterschaft in zwölf Spielen ohne Niederlage und ergatterte in der Tabelle den 4. Platz, der zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigen würde.

Genau dort droht nun die bisher makellose Trainer-Vita die erste kleine Delle zu erhalten, sollte Solskjaer nicht doch noch einen Weg zur Wende finden. Auswärts bei Paris Saint-Germain muss Manchester ein 0:2 aus dem Hinspiel wettmachen. Zusätzlich erschwert wird die Aufgabe der Briten im Parc des Princes von zahlreichen Abwesenheiten: Mittelfeld-Lenker Paul Pogba verpasst den Match aufgrund einer Gelb-roten Karte aus dem Hinspiel, hinzu kommen alleine im Mittelfeld eine Handvoll verletzter Spieler.

Der Weg in die Viertelfinals führt für Manchester in Paris über eine stabile Defensive. Dabei gilt es, ungeachtet des Ausfalls von Superstar Neymar, eine der gefährlichsten Offensivreihen im europäischen Klubfussball unschädlich zu halten. Zuletzt ist dies in der Champions League Real Madrid im Oktober 2015 bei einem 0:0 geglückt.

Endet Portos Baisse in der K.o.-Phase?

Ausgeglichener präsentiert sich die Ausgangslage zwischen Porto und der AS Roma. Die Römer sind mit einem 2:1 Vorsprung aus dem Hinspiel und der Wut der am Samstag kassierten 0:3-Derbyniederlage gegen Lazio in die portugiesische Küstenstadt gereist. Doch auch Porto bezog im Spitzenkampf der Meisterschaft gegen Benfica Lissabon eine 1:2-Niederlage.

Nicht für die Portugiesen spricht die jüngste Bilanz in den "Alles-oder-nichts-Spielen" der Königsklasse. Der letzte Sieg in der K.o.-Phase liegt weit zurück. Zuletzt blieb man in sechs Spielen ohne Sieg. Den letzten Erfolg feierte Porto 2015 mit 3:1 im Viertelfinal-Hinspiel gegen Bayern München, ein 1:6 im Rückspiel bedeutete letztlich doch noch das Aus. (sda)


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