Der EHC Kloten schafft den Aufstieg

SWISS LEAGUE ⋅ Vier Jahre nach dem Abstieg kehrt der EHC Kloten in die National League zurück. Das Team von Trainer Jeff Tomlinson bezwingt Olten im fünften Finalspiel 1:0 und gewinnt die Best-of-7-Serie 4:1.

Aktualisiert: 
21.04.2022, 00:20
20. April 2022, 21:24

Obwohl die Klotener vier Jahre für die Rückkehr benötigten, sind für die Zürcher Unterländer alle guten Dinge drei - die Saison 2019/20 wurde nämlich aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen. 2019 scheiterte Kloten im Viertelfinal an Langenthal (1:4), im vergangenen Jahr im Final an Ajoie (2:4).

Ausgerechnet mit Tomlinson

Nun nutzte der Traditionsverein, der sich fünffacher Schweizer Meister nennen darf, die zweite und letzte Gelegenheit, direkt aufzusteigen. Ab nächster Saison muss der Meister der Swiss League wieder eine Ligaqualifikation bestreiten. Umso grösser war der Druck, der auf den Klotenern lastete. Sie hielten diesem jedoch bravourös stand. Für den Aufstieg verantwortlich war mit Jeff Tomlinson jener Trainer, der die Zürcher 2018 als Coach der Rapperswil-Jona Lakers nach 56 Jahren im Oberhaus ins Elend gestürzt hatte. Tomlinson stellte seine Mannschaft perfekt ein.

Eigentlich war eine ausgeglichene Finalserie erwartet worden, und so ging es los. In den ersten beiden Partien setzte sich jeweils das Heimteam in der Verlängerung durch. Im dritten Spiel durften die Oltner zu Beginn des zweiten Drittels beim Stand von 1:1 - nach einem Check gegen den Kopf des Klotener Captains Simon Kindschi - während fünf Minuten in Überzahl agieren. Sie brachten jedoch nicht nur kein Tor zu Stande, sondern kassierten gar das 1:2. In der Folge lief bei Olten nicht mehr viel zusammen.

Altorfer mit dem Siegtor

Die fünfte Partie am Mittwoch dominierte Kloten zunächst nach Belieben. 18:1 (total 42:25) lautete das Schussverhältnis zwischenzeitlich, es dauerte allerdings bis zur 29. Minute, ehe die Gastgeber dank einem Powerplay-Treffer von Niki Altorfer in Führung gingen. Dieser schoss sein sechstes Tor in diesen Playoffs und durfte sich am Ende als Matchwinner feiern lassen, hatten doch die Solothurner keine Antwort auf das 0:1.

Überhaupt fehlte es dem EHCO im Final an offensiver Durchschlagskraft; er brachte gerademal ein Tor bei numerischem Gleichstand zu Stande - das 1:4 im vierten Spiel. Dazu kommen drei Treffer im Powerplay. Mehr liess der von Ajoie ausgeliehene Klotener Keeper Tim Wolf nicht zu; ein Jahr zuvor hatte der 30-Jährige im Final noch auf der anderen Seite gestanden und die Jurassier zum Aufstieg gehext.

Dem Ausgleich am nächsten kamen die Oltner in der 46. Minute, als Eliot Antonietti an der Latte scheiterte. Insgesamt aber hatte Kloten alles im Griff. Und so konnte die Freinacht beginnen. (sda)


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