Frölunda zum Dritten

CHAMPIONS HOCKEY LEAGUE ⋅ Frölunda Göteborg gewinnt zum dritten Mal nach 2016 und 2017 die Champions Hockey League. Die Schweden setzen sich im Final gegen München vor heimischem Publikum 3:1 durch.

05. Februar 2019, 21:45

Eine der grossen Stärken Frölundas ist das Überzahlspiel. Vor dem Final brachte es der vierfache schwedische Meister auf eine Erfolgsquote von 26,98 Prozent. Insofern erstaunt es nicht, dass der Favorit die Partie im Powerplay zu seinen Gunsten entschied. Das Team aus Göteborg schoss in der mit 12'044 Zuschauern ausverkauften Arena sämtliche drei Tore mit einem Spieler mehr auf dem Eis.

Das wichtige 1:0 erzielte in der 11. Minute der erst 18-jährige Samuel Fagemo, der im kommenden NHL-Draft früh gezogen werden dürfte. Ryan Lasch, in der Saison 2016/17 für den SC Bern tätig, erhöhte auf 2:0 (25.). Es war für den Amerikaner der fünfte Treffer und der 22. Skorerpunkt insgesamt in dieser Kampagne, womit er in dieser Statistik die klare Nummer 1 ist. Für das vorentscheidende 3:0 (35.) zeichnete Ponthus Westerholm verantwortlich.

So lag München nach zwei Dritteln 0:3 hinten, obwohl es in den ersten 40 Minuten mit 26:17 deutlich mehr Torschüsse verzeichnete. Die Deutschen, die im Achtelfinal den EV Zug ausgeschaltet hatten, waren nicht nur zu wenig kaltblütig, sie müssen sich auch Undiszipliniertheiten vorwerfen lassen. Dem 0:2 ging eine "dumme" Strafe von Mads Christensen voraus, und vor dem 0:3 leistete sich Yannic Seidenberg einen üblen Check auf offenem Eis gegen Rhett Rakhsahni, der noch eine weitere Strafe zur Folge haben könnte.

Zugutehalten ist den Gästen, in der heimischen Liga seit neun Partien ungeschlagen, dass sie nie aufsteckten. Mehr als der Ehrentreffer durch Yasin Ehliz (52.), der ebenfalls im Powerplay erfolgreich war, schaute aber nicht heraus. Insgesamt aber können die Deutschen mehr als zufrieden sein, war doch zuvor noch kein DEL-Team in der Champions Hockey League über die Achtelfinals hinausgekommen.

Frölunda stand zum vierten Mal seit der Neulancierung des Wettbewerbs in der Saison 2014/15 im Final und gewann diesen zum dritten Mal. Einzig 2015 hatte es für die Skandinavier (2:4 gegen Lulea) eine Niederlage abgesetzt. (sda)


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