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Eingesandt:  Leserbrief

Zurück in die Steinzeit?

Zum Artikel «Kirchenplatz soll Platzcharakter erhalten» vom 17. November 2023

Im «Boten» vom 17. November sprechen sich Behördenvertreter für eine Pflästerung der Fahrbahn vor der Treppe zur Kirche in Schwyz aus. Begründet wird dies mit den Argumenten «Sicherheit» und «Erhöhung der Aufenthaltsqualität».

Aus Sicht des Leserbriefschreibers ist das ein Unsinn bzw. ein «Schritt zurück in die Steinzeit». Warum? Wenn es wirklich um diese zwei Argumente gehen würde, hätte Tempo 30 schon vor Jahren bis zum Schulhaus ausgedehnt werden können.

Da Pflästerungen (im Unterschied zu Flüsterbelägen) zu mehr Lärm und bei Fahrzeugen zu einem Durchschütteln führen, kann das angestrebte Ziel «Benutzerfreundlichkeit» in diesem Abschnitt kaum erreicht werden. Wird eine Pflästerung nass, führt dies zu Rutschgefahr und längeren Bremswegen. Der geplante Verzicht auf die Fussgängerstreifen vor der Pfarrkirche würde zudem für Unsicherheit sorgen, weil der Vortritt für Fussgänger in einer 30er-Zone wegfällt (in Ausnahmefällen sind Fussgängerstreifen in solchen Zonen möglich).

Warum einem Teilstück dieser stark befahrenen und schmalen Hauptstrasse (mit einer Verzweigung) auch noch «Platzcharakter» zugesprochen werden kann, bleibt das Geheimnis der Befürworter. Der angebliche «Platz» wird immer eine Fahrbahn für Autos, Motorräder und Velos bleiben.

Bei näherer Betrachtung geht es bei den Pflästerungen wohl vor allem darum, Beiträge des Bundes einzukassieren. Die «Bretter» oder besser gesagt «Bsetzisteine» vor dem Kopf verunmöglichen offenbar den Blick auf die Lösung mit einem durchgehenden Flüsterbelag, denn eine neue Lärmquelle wird die Aufenthaltsqualität sicher nicht verbessern.

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