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Eingesandt:  Leserbrief

«Wir haben keine linke Schlagseite»

Zum kleinen Einmaleins von SRG-Direktorin Nathalie Wappler

Im «Boten» vom 25. November klagte Nathalie Wappler, dass eine sanfte Gebührensenkung von heute 335 auf 300 Franken rund einen Drittel der SRG-Stellen (900 von heute 3000) kosten würde. Zitat: «Schon 2025 soll der Teuerungsausgleich wegfallen, was ein Sparpaket von 70 Millionen Franken bedeuten würde.» Ab 2025 sollen also 70 Millionen Franken fehlen, nur um den Teuerungsausgleich zu finanzieren? Sie sagt auch: «Ich bin verantwortlich für 3000 Mitarbeitende.»

Kleine Milchmädchen- oder Milchbubenrechnung: 70 Millionen Franken auf 3000 Stellen verteilt, ergibt 23 333 Franken pro Jahr, das heisst rund 2000 Franken pro Monat pro Nase. Nur Teuerungsausgleich, wohlgemerkt! So versucht uns Frau Wappler, mit mehr als fragwürdigen Zahlen, einzuschüchtern. Übrigens, es fällt auf, wie die Medien der SRG in letzter Zeit mit ihrer eigenen geballten Kraft hirnwäscheartig Werbung in eigener Sache machen, um die Akzeptanz beim Publikum zu steigern.

Zum Beispiel mit dem mehrmals täglich ausgestrahlten Werbespots auf SRF1: «SRF, Mein Mitbewohner, Meine Heimat, Mein Fenster zur Welt; Miis SRF isch euses SRF». Netter Versuch. Aber Gratiswerbung in eigener Sache sollte den SRF-Medien untersagt werden, denn sie führt zu Wettbewerbsverzerrungen gegenüber den anderen Medien, die dieses Privileg nicht haben.

Zur Linkslastigkeit ist zu bemerken, dass allein schon die Themenauswahl für beispielsweise «10 vor 10» oder die «Rundschau» linkslastig ist. Und wer hat der SRG den Auftrag erteilt, ein teures Investigativ-Team zu unterhalten, das gerne Themen aus der linken Ecke abarbeitet? Und warum sind bei öffentlich-rechtlichen Sendern die Redaktionssitzungen nicht öffentlich? Es wäre interessant zu sehen, wer welche Themen für «10 vor 10» oder die «Rundschau» vorschlägt und wie darüber debattiert wird. 

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