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Eingesandt:  Leserbrief

«Wir gegen die»

Zur Gemeindeversammlung in Schwyz

Die Schwyzer Gemeindeversammlung war in vielerlei Hinsicht ein interessanter Abend. Geblieben ist mir vor allem der Auftritt der SVP.

Die Forderung nach stärkerer Steuersenkung 2025 unterstrich sie, indem sie uns aufforderte, dass «wir» – das Volk – uns auflehnen sollten, um «die» – den Gemeinderat – in die Schranken zu weisen. Gleichzeitig forderte sie einen Schuldenabbau. Eine in Kombination unlösbare Aufgabe.

Ebenfalls reklamierte die SVP, dass über Tempo 20 nicht mehr entschieden werden konnte. Die Frist ist abgelaufen, da sie es verpasst hat, rechtzeitig das Amtsblatt zu lesen. Dennoch soll das die Schuld des Gemeinderates sein, da er es angeblich zu wenig deutlich gesagt hat.

Bei allem Respekt, aber mehr als Publizieren geht nicht. Mehr noch, auch der «Bote» hat über das Projekt berichtet. Das geht eindeutig auf die Kappe der Volkspartei.

Der Gemeinderat hörte zu, ohne die Angriffe persönlich zu nehmen oder unangemessen darauf zu reagieren. Mehr noch, Peppino Beffa lud im Namen des Gemeinderates alle Bürgerinnen und Bürger dazu ein, als Kommissionsmitglieder mitzuwirken, damit wir es in Zukunft besser machen können. Mehr Volksnähe geht kaum.

Unlösbare Aufgaben. Schuld sind die anderen. «Wir gegen die» oder «Teile und herrsche». Die SVP ruft zum Klassenkampf, wirkte an dem Abend eindeutig eher wie «die» als «wir».

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