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Eingesandt:  Leserbrief

Versprechen nicht vergessen

Zur Berichterstattung des «Boten» über die Prämienverbilligungsinitiative

Praktisch alle umliegenden Länder kennen einkommensabhängige Krankenkassenprämien. Die Schweiz ist weitum das einzige Land, in dem der arme Schlucker grundsätzlich gleich hohe Prämien bezahlen muss wie die Millionärin.

Mit der Einführung der obligatorischen Krankenversicherung hat die Schweiz deshalb gleichzeitig die Prämienverbilligung eingeführt. Der Bundesrat hat damals versprochen, dass die Prämien dadurch nie mehr als 8 Prozent des Einkommens ausmachen würden. So würden die Krankenkassenprämien für alle Einkommensschichten bezahlbar bleiben.

Dieses Versprechen soll er nun auch halten! Es kann doch nicht sein, dass Bund und Kantone für alles und jedes Geld übrighaben, nur für ihre eigene Bevölkerung nicht. Inzwischen gibt es Familien, die bis zu 20 Prozent ihres Einkommens für die Krankenkassenprämien aufwenden müssen. Das ist schlicht zu viel! Die Prämieninitiative fordert deshalb, dass kein Haushalt mehr als 10 Prozent für die Krankenkassenprämie aufwenden muss. 10 Prozent sind immer noch viel. Aber für die unzähligen Haushalte, die kaum mehr wissen, wie sie die Rechnungen bezahlen sollen, bringt es grosse Erleichterung. Deshalb stimme ich am 9. Juni überzeugt Ja zur Prämieninitiative.

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