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Eingesandt:  Leserbrief

Schlechtes durch Dümmeres ersetzen?

Zum Magistratspersonengesetz

Das neue Gesetz über Magistratspersonen löst wie erwartet etwas Wirbel auf. Kein Wunder, denn die Befürworter präsentieren nur die halbe Wahrheit. Wenn die Ruhegehälter abgeschafft werden (was eigentlich gut wäre und was man auch in Zukunft korrigieren muss), gebe es mit der neuen Lohnerhöhung keine Mehrkosten für den Kanton. Für solche Verdrehungen braucht man Juristen, um das Ganze schönzureden.

Tatsache ist: Auch wenn das Gesetz angenommen wird, werden auch in Zukunft allen Ex-Regierungsräten (jetziger Stand) weiter die Ruhegehälter ausbezahlt. Also noch zirka zwanzig Jahre. Diese Verträge können nicht gelöscht werden. Also kommt die neue Lohnerhöhung von 7 x 70000.00 gleich 490000.00 neu auf die Kantonsrechnung.

Übrigens, von wo kommen solche Verordnungen eigentlich? Juristen erfinden sowas, und sie ziehen garantiert nie den Kürzeren. Und wieso äussern sich die Regierungsratskandidaten Ursula Lindauer und Damian Meier nicht, raten Sie mal? Weil Sie Juristen sind. Und genau an diesem Punkt ist sich die ganze Polit-Elite von links nach rechts einig. Selber kassieren und das Volk soll zahlen. Stimmbürger, wacht auf, ein Nein zum Magistratsgesetz macht den Weg frei für eine faire Lohnanpassung. Nicht nur ärgern und die Faust im Sack machen, sondern an die Urne gehen und etwas bewegen.