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Eingesandt:  Leserbrief

Rentner gegen Rentenausbau

Zur Abstimmung vom 3. März 2024

Ich bin 69 Jahre alt und erhalte eine AHV-Rente von 1838 Franken. Das ist zur Abdeckung des Grundbedarfes, so, wie es das Sozialwerk vorsieht. Mit dem Zuschuss aus der 2. Säule und Erspartem komme ich gut über die Runden. Sollte es nicht reichen, besteht die Möglichkeit von Ergänzungsleistungen. Natürlich würde ich es schätzen, eine höhere Rente zu erhalten. Doch weil die AHV in Schieflage zu geraten droht, wäre eine Erhöhung gegenüber den Erwerbstätigen und damit vor allem der Jugend höchst unsozial. Die zur Abstimmung anstehende Initiative für eine 13. AHV-Rente, welche mit der Giesskanne auch Rentnerinnen und Rentner «beglückt», die es nicht nötig haben, empfinde ich deshalb schlicht als unfair gegenüber kommenden Generationen. Wenn schon, wäre eine Anpassung der Ergänzungsleistungen zielführender.

Im Gegensatz zur Initiative für eine 13. AHV-Rente finde ich dagegen die Renteninitiative «Für eine sichere und nachhaltige Altersvorsorge» von Jungpolitikerinnen und -politikern die richtige Strategie. Mit der Anbindung des Rentenalters an die Lebenserwartung kann die AHV nachhaltig finanziert werden. Mit dem Automatismus kann zudem die faktische Blockade im Parlament bei Sozialfragen überwunden werden.

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