notifications
Eingesandt:  Leserbrief

Platzcharakter vor der Kirche

Zu: «Bsetzisteine» sollen Aufenthaltsdauer steigern.

Die Neugestaltung der Herren- und der Strehlgasse sorgt für Gesprächsstoff, und es ist anzunehmen, dass dies weiterhin der Fall sein wird. Anscheinend ist das Seelenheil der Gestalterinnen und Gestalter davon abhängig, dass der Kirchenvorplatz Platzcharakter erhält.

Wenn dem so ist: Tut, was ihr nicht lassen könnt. Dass die Strehlgasse und die Herrengasse durch die Pflästerung schöner werden und somit die Aufenthaltsqualität gesteigert wird, darüber kann man geteilter Meinung sein.

Dass aber durch die Pflästerung die Sicherheit für die Fussgänger erhöht werden soll, das kann ich nicht nachvollziehen. Genau das Gegenteil ist der Fall: Wenn ein Trottoir niveaugleich mit der Fahrbahn im «Einheitslook» einer Pflästerung daherkommt, wird der motorisierte Verkehrsteilnehmer noch hemmungsloser auf das Trottoir ausweichen, was die Sicherheit der Fussgänger massiv einschränkt.

Schon jetzt fahren viele Autofahrer beim Haus Adler und auch auf der gegenüberliegenden Ecke über das Trottoir, da die Abgrenzung zwischen Fahrbahn und Trottoir zu gering ist. Das Befahren des Trottoirs ist eine Unart, die eingerissen hat, die nicht durch bauliche Massnahmen noch zusätzlich gefördert werden darf.

Der Definition nach ist ein Trottoir ein «erhöhter Weg für Fussgänger neben der Fahrstrasse» und ist gemäss Strassenverkehrsgesetz den Fussgängerinnen und Fussgängern vorbehalten. Die Gemeinde Arth macht es vor. Die Parkstrasse in Goldau wird umgestaltet, da festgestellt wurde, dass viele Autofahrer bei Gegenverkehr aus lauter Bequemlichkeit auf das Trottoir ausweichen.

Mehr aus dieser Gemeinde