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Eingesandt:  Leserbrief

Nicht nötig?

Zur Abstimmung über die 13. AHV-Rente

Die Schweiz ist eines der reichsten Länder der Welt. Dass hier Armut herrscht und Menschen nach einer 45-jährigen Lebensarbeitszeit ums Existenzminimum leben müssen, ist eigentlich eine Schande. Dabei wären AHV-Gelder vorhanden, zum Beispiel mit den rund 40 Milliarden Franken AHV-Reserven.

Die Frage ist letztlich die der Umverteilung: Würde unser Militär sorgsamer und vernünftiger haushalten, hätte das Bundesamt für Gesundheit nicht rund eine halbe Milliarde in den Sand gesetzt (vernichtete Impfungen, Masken), würde die Politik wirklich das allgemeine Wohl der Menschen statt Parteieninteressen im Auge behalten – man bräuchte über die Finanzierung nicht zu diskutieren.

Es wird mit Ergänzungsleistungen argumentiert: Die sind – wenn jemand sie überhaupt beziehen kann – an Bedingungen geknüpft. Die AHV-Rente nicht. Was ist zudem mit denen, die nun aus diesem Bezug fallen, nachdem die Politik die «Einkommens-Grenzwerte» heraufgesetzt hat? Giesskannenprinzip! Logisch, die AHV ist ja gerade eine Rente für alle! Denn: Wer einzahlt, soll auch beziehen können. Mehrverdienende zahlen mehr ein, erhalten deswegen aber nicht mehr. Würde die Initiative angenommen, könnte man ja einen Verzichtspassus einbauen. Das würde dem/der mündigen Bürger/in entsprechen, was ja Parteien immer wieder betonen.

Wir sind (noch) eine christliche Gesellschaft. Der christlich geprägte, ethische Fokus müsste deshalb primär auf den Armen, Schwachen, Entrechteten (Recht auf ein menschenwürdiges Leben) liegen und nicht auf den Interessen weniger Wohlhabender. Statt Pro oder Contra zu diskutieren, müssten – auch von Altbundesräten – konstruktive Lösungen her.

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