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Eingesandt:  Leserbrief

Nemo: Freuen wir uns

Zum Leserbrief von Rinaldo Del-Grande

Lieber Rinaldo Del-Grande. Nemo hat mit seinem Auftritt nicht nur die Schweiz repräsentiert, sondern auch eine wichtige Botschaft über Akzeptanz und Inklusion vermittelt. Kunst sollte nicht nur nach technischer Perfektion bewertet werden. Sie ist vielfältig und subjektiv.

Nemos Performance mag nicht jedem gefallen haben, und trotzdem haben wir, hat die Schweiz mit ihm gewonnen. Freuen wir uns. In doch eher unsicheren und dunkleren Zeiten wie heute ist es wunderbar, dass ein junges, kreatives Schweizer Musiktalent gewinnt. Dieser Sieg hat eine wichtige Diskussion über Vielfalt und Toleranz angestossen. Individuelle Authentizität ist ein mutiger Schritt, und Nemo hat seine einzigartige Identität und künstlerische Vision präsentiert.

Der Eurovision Song Contest bietet eine Bühne, um Geschichten zu erzählen und Menschen zu repräsentieren. Nemos Sieg steht für eine offene Gesellschaft, die Menschen in ihrer Verschiedenheit anerkennt und feiert. Genau, denken wir an Guildo Horn und Conchita Wurst – auch sie haben damals die Grenzen verschoben und die Welt zum Nachdenken gebracht.

Ja, früher wurden unkonventionelle Auftritte als Skandale betrachtet. Aber heute erkennen wir, dass sie oft den Weg für positive Veränderungen ebnen. Je kreativer und origineller, desto besser. Das gilt nicht nur für den Eurovision Song Contest, sondern auch für viele andere Lebensbereiche wie zum Beispiel in Technik, Kunst und Unterhaltung. Ohne kreative Köpfe lebten wir noch heute in der Steinzeit.

Insgesamt sollten wir uns darüber freuen, dass der Eurovision Song Contest eine Plattform für Vielfalt und Individualität ist. Und Nemos Sieg ist ein toller Moment, der hoffentlich viele weitere folgen lässt.

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