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Eingesandt:  Leserbrief

Nein zum Hochkreisel

Zur Abstimmung in Ingenbohl

Die neue Neat-Bahnlinie zeigt im Kanton Uri und im Tessin, wie  heute Grossbauten sorgfältig und schön in die Landschaft eingebettet werden können. Der geplante Hochkreisel ist leider das genaue Gegenteil. 440 Meter Hochbrücken zerstören protzig und  unnötig unsere Landschaft, Siedlung und den Strassenbestand,  wo sie nur können.

Als ETH-Architekt und unter Licht betrachtet, soll der neue Dorfteil Brunnen Nord vom Bahnhof via Stegstuden, Gätzlikreisel direkt zur Autobahn mit einer Strasse erschlossen werden. Das wollen wir doch alle.

 Aber bitte mit einer  Strasse, wie wir sie überall haben und kennen, leistungsfähig und sicher. Wussten Sie, dass in Ibach die neue Muotabrücke allen Schwerverkehr aus Unterseewen  abnimmt? Es braucht also in Stegstuden keinen leistungsfähigen Kreiselarm nach Seewen – ein einfacher T-Anschluss und eine Brückenverbreiterung genügen. Ohne  Kreiselarm fliesst der Hauptverkehr ungehindert und effizient vom Bahnhof zur Autobahn. Einfacher, leistungsfähiger, landschaftsverträglicher und umweltschonender.

 Dazu braucht es keine 440 Meter Hochkreiselei mit steilen Auf- und Abfahrten, Lärmpegel, gefährlichen Hochstrassen, unwiderbringlichen Landschaftszerstörungen, begleitet von  50 Millionen Geld- und Energieverschwendung.

Verhältnismässigkeit, Umweltfragen, wenig Landverbrauch und Landschaftsschutz gehören zur DNA einer zeitgemässen Verkehrslösung für alle – Velofahrer, Fussgänger, Autos und Lastwagen – aber bitte bodenständig und normal.  Die kommenden Generationen danken uns dafür.