notifications
Eingesandt:  Leserbrief

Neidisch? Auf was denn?

Zum Leserbrief «Neid und Missgunst» von Thomas Kessler, SVP Ingenbohl-Brunnen

Neid und Missgunst wird uns vorgeworfen, wenn wir uns dagegen wehren, dass den Reichen Steuergeschenke gemacht werden.

Neidisch? Nein, das sind wir zum Glück nicht. Die SP setzt sich für jenen Teil der Bevölkerung ein, der Ende Monat nicht mehr so viel im Geldsack hat. Zum Beispiel für fairere Mieten, denn zurzeit zahlt jeder Miethaushalt im Durchschnitt 370 Franken zu viel pro Monat. Das ist illegal, aber die Gier der Immobilienwirtschaft ist grösser: Mit Mietern wird das grosse Geld gemacht, das ist ein Skandal.

Dass deswegen die Bodenpreise immer weiter steigen, ist klar, der Boden wird zum Spekulationsobjekt, Bauen wird somit immer teurer, und darum wird ein Eigenheim für die meisten Schweizer Bürgerinnen und Bürger unerschwinglich.

Die SP möchte zudem anstatt Steuergeschenke besonders für Reiche mehr Prämienverbilligung – auch für den Mittelstand –, das wäre viel effizienter als ein bisschen tiefere Steuern für alle. Für unsere Anliegen braucht uns niemand Neid und Missgunst vorzuwerfen, wir setzen einfach andere Massstäbe und Schwerpunkte.

Mehr aus dieser Gemeinde