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Eingesandt:  Leserbrief

Müllhalden-Feeling in Schwyz

Zur Güselpolitik in Schwyz

Das Auge soll geschont werden, die Nase wird jedoch aufs Übelste belästigt. Die Gemeinde Schwyz plant im Dorfkern die flächendeckende Installation von Niederflurcontainern, um die scheinbar das «Dorfbild störenden» Güselsäcke aus dem Zentrum zu verbannen.

Unerwähnt bleiben dabei die Geruchsemissionen, welchen die Anwohner dieser Niederflurcontainer ausgesetzt sein werden. Sobald sich das Thermometer in den zweistelligen Bereich bewegt, geht von diesen Containern ein übler Gestank aus, welcher – freundlich ausgedrückt – als störend zu bezeichnen ist, was wir als Anwohner des Pilotprojekts Riedstrasse 7 erfahren durften.

Der Gestank erstaunt nicht, da die Container maximal alle zwei Wochen geleert werden (manchmal dauert es auch drei Wochen oder noch länger, und der Container wird erst auf Reklamation hin geleert). In den Containern sammelt sich eine stinkende Brühe an, welche höchstens einmal pro Jahr entfernt wird. Die Container sind zudem an 7 Tagen während 24 Stunden frei zugänglich und werden selbstverständlich auch zu jeder Nachtzeit benutzt. Schläft man dann bei offenem Fenster, träumt man unweigerlich und ausschliesslich von offenen Müllhalden.

Die gute Nachricht für künftige Betroffene: Es gibt rechtliche Möglichkeiten, um sich gegen die geplanten Stinkbomben in Form von Niederflurcontainern zu wehren. Das Problem ist übrigens längst bekannt: Verschiedene Gemeinden mussten die Container wegen des Gestanks wieder entfernen (z. B. Bremgarten, Diessenhofen).

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