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Eingesandt:  Leserbrief

«Mit dem Antrag des Bezirksrats verlieren wir alles»

Zur Bezirksgemeinde Gersau vom 15. Dezember 2023 und zur Abstimmung vom 3. März

Am 3. März wird über die Umwandlung des Bezirksdarlehens von 700000 Franken in wenig werthaltige Aktien der Luftseilbahn Obergschwend-Rigi Burggeist AG abgestimmt. Die gersauerseitige Rigierschliessung, der Burggeist, von Neuem im Brennpunkt, hat teils einen dogmatischen Stellenwert. Was unsere Vorfahren, geeint in Unternehmergeist, privater Initiative und persönlicher Risikobereitschaft, zustande brachten, sollen heutzutage überwiegend Steuergelder richten, womöglich abgesichert mit Defizitgarantie.

Rettungsaktionen nicht systemrelevanter Bahnen mit solch ungünstigen Indikatoren, gehören nicht zum Kerngeschäft des Bezirkes. Schützen wir ihn vor sichtbarer finanzieller Überforderung. Mit dem damals doppelt gesicherten Darlehen erhielt die Burggeist AG eine Verschnaufpause und die Verantwortlichen Zeit, die Bilanz aufzuräumen, Investoren zu finden und über zuträgliche Nachfolgelösungen nachzudenken oder andernfalls geordnet den Rückzug zu planen.

Die Zeit verging, wenig passierte, das Ende naht. Die Burggeist AG, geprägt durch schwache Besucherfrequenzen, laufende Betriebsdefizite, permanente Pächterwechsel, hat seit Jahren ein tiefgründiges, strukturelles Problem, das sich weder mit Zuversicht noch mit hochstehenden Ideen, ja selbst nicht mal mit Geld aus der Welt schaffen lässt. Mit dem Antrag des Bezirksrates verlieren wir alles: Geld, Sicherheiten, Einflussmöglichkeit. Als Hauptaktionär erben wir alle Risiken, Gefahren und damit nicht genug – die Bonität, Kreditfähigkeit ist inexistent, die Bahnerneuerung ungewiss, aber Forderungen nach weiteren Steuergeldern sicher. In der faden Ratsbotschaft fehlen die zentralen Grundlagen und eine Gesamtschau zur objektiven Meinungsbildung. Ein faktenbasierter demokratischer Entscheid wird verunmöglicht. Zeit, Nein zu sagen.

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