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Eingesandt:  Leserbrief

Mehr Ressourcen für Schulleitungen?

Zu mehr Ressourcen für Schulleitungen im Kanton

Der Erziehungsrat des Kantons Schwyz hat offenbar immer noch nicht zur Kenntnis genommen, dass nicht die Schulleitungen mehr Ressourcen brauchen, sondern die Lehrpersonen! Sie leisten täglich Schwerstarbeit, machen viele Überstunden und werden oft nicht von den Schulleitungen unterstützt, sondern infrage gestellt, schikaniert und für unmündig erklärt.

Noch mehr Sitzungen werden einberufen, noch mehr Präsenzzeiten, auch während unterrichtsfreier Tage, werden eingeführt. Die Schulleitungen erteilen den Lehrpersonen Hausaufgaben, als wären sie unmündige Berufsleute. Sie werden eingedeckt mit fiktiven Aufträgen, die in aufgezwungenen Unterrichtsteams abgearbeitet werden müssen, damit die Schulleitungen sich wichtigmachen können und etwas zu kontrollieren haben.

Ich selbst habe eine Schulleitung erlebt, die weder Wertschätzung noch Respekt zeigte, sondern vor allem eine Profilneurose an den Tag legte. Viele Schulleitungen haben einen Kontrollwahn und rechtfertigen diesen mit der Umsetzung des Lehrplans 21 oder neuerdings mit der Umsetzung der neuen Beurteilungsstrukturen. Das Erziehungsdepartement ordnet die Ressourcenerhöhung für die Schulleitungen als Stärkung unserer Schule ein.

Das Gegenteil ist der Fall, denn der Unmut darüber in der Lehrerschaft ist riesig und wird dafür sorgen, dass noch mehr gut ausgebildete und erfahrene Lehrerinnen und Lehrer kündigen werden. Als Botschaft an den Erziehungsrat hier ein passendes Sprichwort: Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung! Es stammt von Schriftsteller Georg Büchner. Er hat diese Aussage in seinem Drama «Dantons Tod» im Jahr 1835 gemacht. In dem Stück wird damit die Bedeutung betont, dass man seine eigenen Fehler und Schwächen erkennen muss, um sich weiterzuentwickeln und zu verbessern.