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Eingesandt:  Leserbrief

«Mä sött … Jetz müämer!»

Zur Gemeindeversammlung Schwyz

Die Einladung zur Gemeindeversammlung in Schwyz samt Voranschlag 2024 wurden verteilt. Ich empfehle den Gemeindebürgern von Schwyz, die finanziellen Eckdaten genau zu studieren. Es geht um ihre Steuerrechnung in den nächsten zwanzig Jahren.

Die geplanten Eckdaten im Finanzplan sind für mich besorgniserregend. Bereits in drei Jahren sollen die Schulden schwindelerregende 147 Millionen Franken erreichen. Können wir solche Schulden jemals wieder zurückzahlen? Wie kann man so hohe Schulden planen, wenn die Schuldengrenze vom Kanton bei 5000 Franken pro Einwohner liegt und wir diese vor zwei Jahren bereits überschritten haben?

Die Richtwerte der Nettoschuld auf Seite 49 des Voranschlags 2024 wurden übrigens vergessen. Man findet sie in früheren Voranschlägen oder bei anderen Gemeinden. Sie sind im ganzen Kanton Standard. In diesem Zusammenhang fragt man sich, wie mit solchen Schulden überall so teure «Bsetzistei» geplant werden können. Da wäre doch eher Sparen angesagt.

Jedes Jahr sagt man sich: «mä sött» doch wieder mal an die «Budgetgemeinde». Dieses Jahr sollte man sich sagen: «ich muäss» wieder «einisch gu luägä». Schulden beherrschen den Voranschlag. Ein Antrag zur Vernunft wird gestellt werden, vielleicht fällt danach einigen ein «Bsetzistei» vom Herzen. Jetzt heisst es «ich muäss», wir sind der Souverän und sollten die Chance nutzen. Wir erhalten für alles die Steuerrechnung am Ende der Fahnenstange.