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Eingesandt:  Leserbrief

Initiative schiesst am Ziel vorbei

Zur Abstimmung über die 13. AHV-Rente

Obwohl die Idee, die Renten für ältere Menschen zu verbessern, lobenswert ist, schiesst die Initiative am eigentlichen Ziel vorbei. Sie will die Zusatzleistungen der AHV nach dem Giesskannenprinzip verteilen und nicht gezielt jenen Personen zugutekommen lassen, die sie benötigen.

Unbestritten ist, dass angesichts der finanziellen Herausforderungen der AHV ab 2030, so lange sind die bestehenden Renten noch finanziert, eine sorgfältige Reform unumgänglich ist. Die Initiative für eine 13. AHV-Rente bewirkt allerdings das genaue Gegenteil und gefährdet die finanzielle Stabilität der AHV zusätzlich. Durch die Rentenerhöhung werden sich die Ausgaben der AHV um über 4 Milliarden Franken pro Jahr erhöhen. Der demografische Wandel, immer mehr Rentnerinnen und Rentner stehen immer weniger Erwerbstätigen gegenüber, wird diesen Betrag in den kommenden Jahren noch weiter ansteigen lassen. Wie dies finanziert werden soll, verschweigen die Initianten.

Wer Ja zu einer 13. AHV-Rente sagt, sagt auch Ja zu einem starken Anstieg bei den Lohnabzügen und bei der Mehrwertsteuer. Dies bedeutet weniger Geld im Portemonnaie und höhere Preise für Güter und Dienstleistungen, was insbesondere Familien zusätzlich belasten wird. Wir müssen alternative Wege finden, um die Lebensqualität all jener älteren Menschen zu verbessern, die dies tatsächlich benötigen. Dies, ohne dabei die finanzielle Bürde auf die jüngere Generation abzuwälzen.

Ein sorgfältig ausgearbeiteter Ansatz, der die langfristige Stabilität des Rentensystems sicherstellt und sozial gerecht ist, sollte unser Ziel sein. Darum sage ich Nein zu einer unfairen und sozial nicht vertretbaren 13. AHV-Rente.

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