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Eingesandt:  Leserbrief

Herdenschutzhunde ohne Bezahlung

Zu Herdenschutzhunde

Bund und Kanton wollen Grossraubtiere, aber bezahlen will der Kanton Schwyz nicht, obschon der Bund das Geld für den Herdenschutz den Kantonen bezahlt. Das Wiederauftreten von Grossraubtieren führt zu Konflikten mit Weidetieren in der Landwirtschaft.

Die Herausforderungen sind vielfältig und die Schäden an Nutztieren wie Schafe, Ziegen oder Rinder sind erheblich. Das ist ein wirtschaftlicher Verlust für die Landwirte, wofür der Kanton aufkommen muss. Es kann nicht sein, dass der Staat die Grossraubtiere fördert und nicht dafür aufkommt. Verantwortlich für die Nutztiere ist der Tierhalter, der sie zu beschützen hat. Präventionsmassnahmen wie Herdenschutzhunde, die besonders effektiv in der Abwehr von Raubtieren sind, müssen vollkommen finanziell vom Kanton abgegolten werden.

Eine Herdenschutzhunde-Prüfung im Wallis kostet 1350 Franken. Der Kanton bezahlt einmalig 500 Franken, Fahrt und Übernachtung bezahlt man selber. Komplett kostet eine Prüfung für einen Hund zirka 1700 Franken (wovon der Kanton einmalig 500 Franken bezahlt), und jeden weiteren Hund bezahlt man selber.

Um eine faire Verteilung der Kosten zu erreichen, braucht es eine gut durchdachte Politik, die sowohl die Erhaltung der Biodiversität als auch die Lebensfähigkeit der Landwirtschaft berücksichtigt. Der Dialog zwischen den Betroffenen – seien es Landwirtschaft, Kanton oder Regierung – ist entscheidend für eine nachhaltige und akzeptable Lösung des Konflikts zwischen den Grossraubtieren und der Land- und Alpwirtschaft.

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