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Leserbrief

Gersau, quo vadis? – Teil 2

Zur aktuellen Situation der Bezirksverwaltung Gersau

Reorganisation läuft – Richtung passt – aber erst Halbzeit! Das Strategische und Operative soll getrennt sein. Zwei Jahre interner Aufbau, die Bevölkerung wurde nie in die Debatte miteinbezogen, Alleingang der Behörde. Mit dem Resultat sind wir nun konfrontiert.

Unser Landschreiber (LS) ist nun «Mann für alles». Der Rat, neu mit «Sitz auf der Tribüne», hat «den Goalie (Verwalter) gleichzeitig nun auch noch zum Spielmacher (Regie)» bestimmt. Er soll die gesamte Verwaltung, mit unmittelbarer (!) Weisungsbefugnis, sowohl operativ wie auch personell, führen. Bedeutet dies nun, dass er in allen Kommissionen präsent ist, sämtliche Geschäfte kennt und führt und alleinige Bezugsperson des Bezirkes für uns alle sein wird? Eine gewaltige Aufgabe und Herausforderung. Kann diese Konstellation gut gehen? Ist das präsentierte Modell eventuell nur ein Übergang, braucht es in der Regie zusätzliche Unterstützung vom Büro des Bezirksrats?

Jetzt aber in die 2. Halbzeit: Gersau braucht einen echten Neuanfang. Eine Behörde, die Vertrauen lebt, Bezirksräte, welche «am Ball» sind, überzeugende Geschäfte, fundierte Botschaften, Kommunikation, Zugang zur Verwaltung. Das Geschäftsführermodell passt, sollte nun aber mit aller Konsequenz fortgesetzt werden: Nur noch fünf Bezirksräte mit reduziertem Pensum/Honorar (–150 000 Franken). Dafür einen CEO mit absoluten Führungsqualitäten und Fachkompetenzen (+150 000), LS als Stabstelle – beide gewählt, angestellt und kündbar durch den Bezirksrat. Dazu braucht es eine neue Gemeindeordnung (Volksabstimmung).

Erwartungen an die neue Legislatur: Spiegel vorsetzen, Puls spüren, Verantwortung annehmen und eine Umsetzung bis 2026 anstreben (nächste Wahlen). Bleibt zu hoffen, dass der neue Rat diese wichtige und zukunftsorientierte Aufgabe umgehend anpackt. Oder muss eine «IG Gersau 2026» oder eine Pluralinitiative lanciert werden?

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