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Eingesandt:  Leserbrief

Gegen Gleichstellung?

Zur Initiative der Jungen SVP

Die Junge SVP macht es wie ihre Mutterpartei und beackert Probleme um der Probleme willen. Diesmal sind jedoch nicht die Asylanten, sondern unsere Sprache das Ziel der Jungpolitiker.

Ein im Kantonsrat Schwyz für erheblich erklärter Vorstoss soll bekämpft werden. Es geht um die Motion M 4/23 «Sprachliche Gleichstellung in amtlichen Veröffentlichungen». Die JSVP wolle keinen «Genderwahn» und sich damit gegen mutmassliche gesellschaftliche Entwicklungen zur Wehr setzen. Doch die polemische Forderung greift in Leere, denn der durchaus konservativ geprägte Kantonsrat Schwyz will – aus meiner Sicht auch richtigerweise – nicht gendern, sondern verlangt lediglich die Gleichstellung von Mann und Frau in amtlichen Dokumenten; eine im Jahr 2024 durchaus berechtigte Forderung.

Gegen diese Gleichstellung kämpfen nun die jungen Wilden der SVP, indem sie ein «Genderproblem» heraufbeschwören, welches so keines ist, weil auch der Kantonsrat zu Recht nicht «gendern» will. Entweder haben sie den für erheblich erklärten Vorstoss nicht verstanden oder absichtlich etwas hinzugedichtet. Aber es ist halt Wahlkampf, und «Probleme» wollen schliesslich bewirtschaftet werden.

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